Konzert der St. Laurentius Kantorei und der Kreismusikschule begeistert Zuhörer

Biblisches und Weltliches einfühlsam vertont

Viele Zuhörer fand das Chor- und Orchesterkonzert am Sonntag in der St. Laurentiuskirche. - Foto: häg

Achim - Von Ilse Walther. In einem Chor- und Orchesterkonzert waren am Sonntag Solisten, die St. Laurentius-Kantorei und ein Instrumentalensemble der Kreismusikschule (KMS) unter der Leitung von Ingo Höricht und der Gesamtleitung von Kantorin Regine Popp in der sehr gut besuchten St. Laurentiuskirche zu erleben. Ein Gemeinschaftsprojekt, das ein großer Erfolg wurde.

Regine Popp hatte mit der Kantorei zwei Kantaten von Dietrich Buxtehude einstudiert, die klangschön und sauber in der Intonation gerieten. Ingo Höricht hatte ehemalige und heutige Schüler sowie Lehrkräfte der KMS zu einem souverän musizierenden Ensemble zusammengebracht. Homogen, blitzsauber, mit ausgefeilter Dynamik spielten die Musiker und waren dem Chor damit ein einfühlsamer Partner.

Die Ouverture „Across the Border“ aus Ingo Hörichts Orient Express Suite Nr. 1 ist die Schilderung eines anfahrenden Zuges in bunten Bildern. Ratternd schien die Maschine zu starten und mit kräftigen Tremoli das Tempo zu beschleunigen. Unentwegt lief die „Fahrt“ weiter durch sanfte wie auch wilde Landschaften. Das Fagott und die tiefen Streichinstrumente bildeten dazu einen satten Untergrund.

Spannend gestalteten die Akteure auch das Allegretto aus „Palladio“ von Karl Jenkins. Zu den oktavierten Zweierfiguren in den Bässen fügten sich die hohen Streicher pointiert ein, die Musik steigerte sich kraftvoll und rhythmisch, zwei Violinsoli trieben gemeinsam mit dem Orchester das Werk voran.

Regine Popp leitete die beiden Kantaten von Buxtehude. „Jesu, meine Freude“ begann mit der festlich strahlend interpretierten Sonata zunächst ruhig, dann lebhafter weiter geführt. Antje Döring setzte ihren sehr gereiften Sopran einfühlsam und intensiv bis in die Höhen ein, die Strophe „Unter deinen Schirmen“ leuchtete in ihren mühelos gesungenen Koloraturen, von der Continuogruppe fein unterstützt. Max Börner gestaltete die Strophe „Trotz dem alten Drachen“ energisch pointiert. Sein substanzreicher und makellos geführter Bass bewegte immer wieder. Die Choralkantate „Walts Gott, mein Werk ich lasse“ sprach in ihrer klaren Textausdeutung und der Zuversicht in der Wiedergabe besonders an.

Voller Dramatik sang Börner, von Dietrich Wimmer am Orgelpositiv begleitet, „Factum est praelium magnum“, eine beeindruckende Kantate über den vorweltlichen Engelssturz, geschildert in der Vision der Apokalypse, in der der Erzengel Michael im Kampf gegen Luzifer siegt. Urheber ist Mauritio Cazzati, ein italienischer Komponist des 17. Jahrhunderts.

Sehr bewusst dirigierte Regine Popp zum Schluss die frohe „Missa Brevis Sancti Joannis“ von Joseph Haydn. Orchester und Organist spielten den Orchesterpart und die Continuopassagen subtil, fein austariert und klangschön. Der Chor sang die einzelnen Messeteile bis in die Höhen sauber. Höhepunkt war das „Benedictus“, von Antje Döring intensiv und mit innerer Bewegung gesungen. Hier hatte der Organist einen konzertanten Part, welchen er mit feinsten Verzierungen mühelos bot.

Mit langem Beifall bedankten sich die Zuhörer bei allen Ausführenden, insbesondere den beiden Dirigenten.

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