Favorit für den Ratsvorsitz in Achim

Bernd Junker folgt wohl Wächter

Der neue Stadtrat wird wohl den Sozialdemokraten Bernd Junker aus Bollen zu seinem neuen Vorsitzenden wählen.

Achim - Von Manfred Brodt. Am Donnerstag nächster Woche, also am 3. November, tritt der neu gewählte Achimer Stadtrat um 19 Uhr im Rathaus zum ersten Mal zusammen und fällt viele wichtige personelle Entscheidungen, zum Beispiel über den Ratsvorsitzenden, zu den stellvertretenden Bürgermeistern und der Zusammensetzung der Ratsausschüsse.

Beim Ratsvorsitzenden ist es normaler demokratischer Brauch, dass die stärkste Fraktion ihn stellt. Das ist in diesem Fall die SPD, die es auf 13 von 38 Sitzen oder 39 bringt, wenn man den stimmberechtigten Bürgermeister mitzählt. Die CDU folgt als zweitstärkste Fraktion mit zwölf Sitzen.

Rüdiger Dürr.

Die führenden Vertreter der Achimer SPD hüllen sich jedoch uns gegenüber in Schweigen, wer Ratsvorsitzender werden soll. Sie verweisen auf noch laufende Gespräche mit anderen Fraktionen in dieser Woche. Nach unseren Recherchen wird die SPD jedoch Bernd Junker (53) aus Bollen als Nachfolger des langjährigen Ratsvorsitzenden Hans-Jürgen Wächter aus Uphusen vorschlagen. Und es dürfte eigentlich nichts dagegen sprechen, dass es im neuen Stadtrat für den Polizeibeamten eine breite Mehrheit gibt.

Der Badener Reiner Aucamp (li.) und Rüdiger Dürr aus der Kernstadt Achim werden die Stadt weiter als stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeister vertreten.

Junker, der in einer früheren Ratsperiode schon stellvertretender Bürgermeister war, dann bei der Kandidatur um den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters Rainer Ditzfeld unterlag, hat sich bislang im Rat freundlich, ausgleichend und sachorientiert gezeigt. Dass andere Fraktionen mit Gegenkandidaten oder Gegenstimmen in nennenswerter Zahl aufwarten, ist unwahrscheinlich. Entschieden scheint auch, wer ehrenamtlicher Stellvertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters Rainer Ditzfeld wird. Die Alten werden die Neuen sein. Reiner Aucamp (72, SPD) und Rüdiger Dürr (69, CDU) dürften auch in der neuen Ratsperiode die Stadt Achim bei Veranstaltungen und Feiern repräsentieren.

Feste Koalitionen wird es im neuen Rat nicht geben. Nur für eine, aber ausgeschlossene Große Koalition würde das Bündnis zweier Fraktionen ausreichen.

Keine festen Bündnisse der Fraktionen

Ansonsten braucht man drei Partner für ein Mehrheitsbündnis. SPD, CDU, die Grünen (fünf Sitze), FDP und WGA (jeweils drei Sitze), der Linke Klaus Blauert und der Parteilose Wolfgang Mindermann dürften jedoch auf ihre Unabhängigkeit pochen und je nach Sachfrage von Fall zu Fall entscheiden.

Interessant wird noch sein, welche Fraktion nach einem bestimmten Zugriffsverfahren welchen Ausschussvorsitz sich greift. Ausgemacht scheint zu sein, dass die Ausschüsse aus neun stimmberechtigen Mitgliedern statt sieben bestehen. Das räumt den kleineren Fraktionen eine bessere Vertretung ein.

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