Erinnerung an 20 Jahre: Vom Achimer Pop- und Jazzchor zum Achimer Jazzkollektiv

Bemerkenswerte musikalische Weltreise

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Musikalische Reise durch zwei Jahrzehnte und die Welt. 

Achim - Fast auf den Tag genau feierte jetzt das Achimer Jazzkollektiv sein 20-jähriges Bestehen mit einem Konzert vor einem bis auf dem letzten Platz besetzten großen Saal im Kulturhaus Alter Schützenhof.

Begonnen hatte alles in Oktober 1996 mit einem Workshop „Chorgesang“, von Susanne Groll und Chorleiter Stefan Süß mit dem Ziel der Gründung eines Chores. Stilrichtung: Jazz, Gospel, Pop. Bereits in Dezember, nach nur vier Proben, gründete sich der Achimer Pop- und Jazzchor unter der Leitung von Stefan Süß.

Aus diesem Chor heraus haben sich dann im Herbst 2000 weitere Chöre gebildet, ein kleines eigenständiges fünfköpfiges Ensemble mit dem Namen „Take Five“ und eine achtköpfige Männergruppe, die sich unter dem Namen „Missing Karl-Heinz“ der A-Capella-Comedy zuwendete.

2001 musste Stefan Süß aus beruflichen Gründen die Leitung des Chores aufgeben. Patrick George übernahm für ein halbes Jahr die Leitung, bis ein neuer Chorleiter, Peter Henninger, verpflichtet werden konnte. Der Chor teilte sich auf.

16 Sänger und Sängerinnen bildeten nun das „Achimer Jazzkollektiv“. Die anderen Chormitglieder machten unter dem Namen „Sunny Side Up“ mit dem Chorleiter Peter Henninger weiter.

Die Chorleiter Carsten Wegner aus Hannover, Gordon Hamilton, Rucsandra Popescu, Markus Kaiser und seit April 2013 Micha Keding hatten das Jazzkollektiv mit ihren individuellen Stilen und neuen Ideen musikalisch geprägt und weiter entwickelt.

Diese Vielfalt zeigte das Jazzkollektiv bei seinem Jubiläumskonzert.

Unter dem Titel „Boogie Down“ boten sie eine bemerkenswerte musikalische Weltreise durch mehrere Epochen.

Sie begannen mit „Route 66“, einem Bluessong erstmals 1946 von Nat King Cole vorgestellt und seitdem von allen Größen der Musikszene gecovert. Aber auch Abbas „Dancing Queen“, von Rhythm-and-Blues-Sänger Al Jarreau „Spain“ und Horace Silvers alte kapverdische Songs in einer Jazzbearbeitung waren dabei.

Besondere Höhepunkte waren der Auftritt der sechs Chormitglieder Stefanie Waterkamp, Birte und Christian Dehning, Isabel Weiß, Otto Kelber und Christian Wiechmann, die dem Chor seit seiner Gründung angehören. Sie hatten „Java Jive“, einen fröhlichen Ausdruck ihrer Liebe zum Kaffee, als Jubiläumsgeschenk einstudiert.

Ebenso überraschte Micha Keding mit seiner Aufforderung an die ehemaligen Chormitglieder, auf die Bühne zu kommen und „What A Day“, einen Titel, der den Chor schon sehr lange begleitet, gemeinsam zu singen.

Die Musiker Benny Grenz (Piano) und Michael Bohn (Contrabass) begleiteten nicht nur das Jazzkollektiv an diesem Abend, sondern sie zeigten bei ihrem Soloauftritt mit „You are the night and the music“ auch ihre Jazzleidenschaft.

Die Verbundenheit des Jazzkollektivs mit dem Pop-Quartett Maybebob aus Hannover zeigte sich, indem „Sweet Dreams“ in ein Arrangement von Oliver Gies auf dem Programm stand. Bossa-Nova- Klänge und das klassische „Hallelujah“ aus Händels Messias rundeten das Jubiläumskonzert des Achimer Jazzkollektivs ab.

Das Publikum dankte es dem Chor mit langem Applaus und forderte selbstverständlich Zugabe.

hem

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