Gabriele Krokowski will keine 20-Jahres-Pläne

„Baustellen“ in Achim beseitigen

Gabriele Krokowski. - Foto: Brodt

Baden - „Man lebt nur einmal auf dieser Erde“, ist eine Weisheit, die Gabriele Krokowski besonders gefällt. Für sie bedeutet es, dass man die Angelegenheiten nicht so weit wegschieben soll und dass man sich bewusst ist: Man kann nichts mitnehmen.

Diesem Motto entspricht eine gewisse Ungeduld, die sich auch in ihrer politischen Haltung niederschlägt. Für Achim bedeutet das, dass sie nicht 20-Jahres-Pläne für die Stadt, sondern endlich zügig an die „Baustellen“ gehen will, derer es ja reichlich gebe, von der Verkehrsbelastung des Ortes über die Belebung der Innenstadt bis zur besseren Nutzung der Weserbereiche.

49 Jahre jung ist sie, und das noch elf Jahre lang, wie sie sagt. Von ihrer Heimatinsel Norderney und einer Beschäftigung in der Verwaltung eines Kinderkrankenhauses ist sie „nach unten“ gekommen, wie sie sagt, also nach Hamburg und Bremen als Kauffrau und Chefsekretärin verschiedener Firmen. Ihr Arbeitgeber war dann der damalige Schatzmeister der Bremer CDU. Als seine Sekretärin musste sie Protokolle schreiben und zum besseren Verständnis viele Debatten der Bremer Bürgerschaft sich anhören. Das hat sie zur CDU geführt.

Der Liebe wegen zu ihrem Heiko, von Beruf Feuerwehrmann, führte ihr Weg vor 17 Jahren nach Achim, wo sie seit sieben Jahren im Meßterfeld wohnen.

In die Achimer CDU brachte sie Rainer Ditzfeld. Schon schnell wurde sie im Stadtverband Schriftführerin, während sie im Ortsverband Baden Kassiererin ist. Für ihre beruflichen Qualifikationen als Sekretärin und Kauffrau ja zwei recht passende Parteiämter. Ditzfeld, der sie in die CDU geholt hatte, hat diese ja längst im Streit verlassen. Gabriele Krokowski hat all die parteinternen Treffen und Debatten um seine Bürgermeisterkandidatur miterlebt und sagt nur so viel, dass es keineswegs den Tatsachen entspreche, dass er das Opfer CDU-interner Intrigen gewesen sei.

Kommt sie in den Stadtrat, wird die Freizeit der Badenerin, die heute in der Finanzbuchhaltung eines physiotherapeutischen Fachzentrums in Bremen arbeitet, noch knapper bemessen sein. Dann will sie sich aber besonders für die Feuerwehr und das THW stark machen und dafür sorgen, dass endlich nach der „Showveranstaltung“ vor ein paar Jahren für die beiden bessere Einsatz- und Rettungsnmöglichkeuten unterhalb der Ueser Brücke geschaffen werden.

Als geborene Insulanerin lag ihr schon immer die Natur am Herzen, und so will sie auch in Achim „schwarz-grüne“ Politik machen zum Beispiel gegen Fracking. Sie schwärmt von der Streuobstwiese und hat als von einer Obstallergie gepeinigte Frau beim Biss in von Chemikalien freie Äpfel nicht die geringste negative Wirkung verspürt, wie sie erzählt. - mb

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