Pläne für neue Sparkasse und Wohnhäuser

Am Schmiedeberg: Bankneubau prägt Ortsbild

Mit dem neuen Sparkassengebäude wird sich Achim am Kreisel und westlichen Beginn der Fußgängerzone zweifellos städtischer präsentieren.

Achim - Aus der unschönen Brache auf dem ehemaligen Scherf-Rüheschen Gelände am Schmiedeberg wird nach vielen Jahren bald ein das Ortsbild prägender Punkt der Stadt werden. An Schmiedeberg, Obernstraße und Kreisel wird das ansehnliche neue Gebäude der Kreissparkasse entstehen. Dahinter und darunter Richtung Große Kirchenstraße, Hollenstraße und Vikarienstraße dürften 68 Wohnungen in fünf Häusern geschaffen werden. Jedenfalls hat der Ratsausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr am Dienstag der Auslegung der entsprechenden Pläne zugestimmt.

Das neue Sparkassengebäude mit 4500 Quadratmetern Nutzfläche soll drei einsehbare Stockwerke, barrierefreien Vorder- und Hintereingang haben und 31 oberirdische Parkplätze für die Kunden sowie 37 in einer Tiefgarage vorwiegend für die Mitarbeiter bieten. Richtung Kreisel und Fußgängerzone ist ein Vorplatz zum Verweilen von 400 Quadratmetern vorgesehen.

Das Düsseldorfer Architektenbüro RKW schreibt zum Gebäude: „Seine Grundform ist ein zweifach gefalteter Riegel mit einer prismenartigen Kubatur. So entstehen Kanten, die den Straßenraum gleichsam entschlossen wie sensibel einfassen und aus dem Gebäude ein signifikantes Zeichen machen. Ein gefaltetes Dach nimmt die gewachsenen Formen der Umgebung auf und interpretiert sie neu.“

In den teilweise über alle drei Geschosse hinweg geöffneten Luftraum sollen zwölf kubische Besprechungsräume eingeschoben werden. Holz sorgt für Wärme. Weniger Kassenhalle und mehr Beratung soll der Neubau aufweisen. Im ersten Obergeschoss ist zudem ein Veranstaltungsraum für 200 Personen geplant.

Zur Großen Kirchenstraße und übrigen Straßen des Bauernviertels hin sollen in fünf Häusern, nebeneinader jeweils zwei drei- und zweigeschossige und ein eingeschossiges Haus darunter, 68 Wohnungen geschaffen werden. Der Investor AVW hat damit sein ursprüngliches, hart kritisiertes Konzept reduziert.

Für Senioren vorgesehen

Die meisten dieser Häuser sind vorgesehen für Senioren und werden barrierefrei sein. Zwei Drittel der Wohnungen liegen zwischen 45 und 70 Quadratmetern, ein Drittel mit drei Zimmern über 100 Quadratmetern. Unter den oberen zwei Häuserpaaren soll eine Tiefgarage für die Bewohner angelegt werden. Für Besucher sollen sieben Parkpätze über der Erde ausgewiesen werden.

Eigenwillige Architektur und Transparenz trotz Diskretion im Sparkassengebäude.

Die Tiefgaragen der Sparkasse und der Wohnanlage erreicht der Fahrer über die Große Kirchenstraße, den Kundenparkplatz der Sparkasse aber vor allem über die Straße Am Schmiedeberg 50 Meter vom Kreisel entfernt. Eine neue Linksabbiegespur wird zu ihm führen und allzu schlimme Staus am Kreisel vermeiden, wie auch kommende Links- und Rechtsabbiegeverbote an einzelnen dieser Straßen.

Der durch die Neubauten entstehende Verkehr auf der schon mit 17 000 Fahrzeugen am Tage belasteten Landesstraße 158, Obernstraße und Am Schmiedeberg, sowie der kleineren Straßen stellt eines der Hauptprobleme des Vorhabens dar.

Die Planer haben errechnet, dass auf der Landesstraße sich zukünftig mehr als 20 000 Fahrzeuge am Tag bewegen werden, in Spitzenstunden 2000 Vehikel. Auch die Planer der fünf Wohnhäuser haben hochtheoretisch, zum Teil unter Rückgriff auf bundesdeutsche Großstädte, ihr Parkplatzangebot errechnet. Sie meinen, dass sie mit 1,2 Autos pro Bewohner rechnerisch klarkommen, verweisen auf die Stadtnähe, Bahnhof und Busse. „Wir planen für Wohnungen, nicht für Autos“, sagte ein Planer.

„Autos nicht einfach wegdefinieren“

Hier setzte die Kritik besonders von Werner Meinken (SPD) ein, der das weltfremd fand und meinte, Autos könnten nicht einfach wegdefiniert werden. Im Unterschied zu anderen Stellen der Stadt gebe es hier am Bauernviertel für die neuen Bewohner und ihre Besucher keine Ausweich-Parkplätze, sagte Meinken und beantragte, dass die Stadt in Verhandlungen mit dem Investor sich noch um ein deutlich besseres Parkplatzangebot bemüht. Dem schloss sich der Ausschuss einstimmig an.

Architektonisch sah Meinken nur einen gewissen Fortschritt. Nach einer kasernenähnlichen Wohnanlage würden nun noch relativ gestaltlose Häuser präsentiert.

Nur Lob gab es dagegen für den geplanten Neubau der Kreissparkasse. Der Wunsch, sie möge ihre Tiefgarage nach Feierabend und am Wochenende für alle öffnen, wird allerdings aus Sicherheitsgründen nicht erfüllt werden. 

mb

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