Erster Feedback-Termin zum Familienbad-Konzept

Azurblau trotz Edelstahl – aber „Halbinsel“ bleibt umstritten

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Erste„Feedback“-Veranstaltung zum Freibad-Umbaukonzept. Zunächst informierten Kirsten Jäger aus der Stadtverwaltung (rechts) und Freibad-Betriebsleiterin Sabine Schulz über Ist-Zustand, Erhaltenswertes und nötige Neuerungen. Danach gaben die Planer Niels Blatt, Bernd Pietsch und Eshref Bajrami sowie Fachbereichsleiter Steffen Zorn (von links) dem Publikum weitere Auskünfte.

Achim - Azurblau werde das Wasser trotz der neuen Edelstahl-Becken im künftigen Achimer „Familienbad“aufgrund der Lichtbrechung leuchten. Und weil dieser Stahl entsprechend geprägt ist, würden auch bei hellstem Sommersonnenlicht Badende nicht geblendet.

Das war eine der Fragen aus dem Publikum, die beim ersten Feedback-Termin zur Planung des Familienbads – das heute noch Freibad heißt – zu klären waren. Erdfarben werden die neuen rutschfesten Betonstein-Wege an den Beckenrändern sein.

Die Stadt Achim hatte Freibad-Nutzer und alle anderen interessierten Bürger zum „Feedback“ in den Ratssaal geladen. Rund 30 Besucher kamen und wurden von Steffen Zorn begrüßt.

Er leitet den für den Bad-Ausbau zuständigen Fachbereich der Stadtverwaltung und ist zugleich Vorsitzender der neuen Projektgruppe Freibad. Am Podium standen die Bad-Planer Eshref Bajrami vom Hamburger Büro Geising und Böker, Niels Blatt vom Büro Horeis und Blatt sowie Bernd Pietsch vom Büro Wolff und Partner Rede und Antwort.

Großes Lob für das Familienbad-Konzept gab es aus berufenem Munde. Der unter anderem für die Umgestaltung des Bremer Schlossparkbads zum „Badeparadies für die ganze Familie“ zuständige Architekt bewertete die Achimer Planung als „sehr durchdacht“. Alle Generationen seien darin berücksichtigt.

Für die Jüngsten und Jüngeren erhöht sich die Bad-Attraktivität besonders durch eine 230 Quadratmeter unfassende Aktionsfläche mit mehreren Zonen: den „Sprayground“.

Mittels starker Wasserdüsen sind hier Fontänen und andere Effekte machbar, aber auch Spielgeräte stehen zur Verfügung, und es gibt Spielraum für weitere Ideen.

Massagedüsen sorgen an den Wänden des 890 Quadratmeter großen Nichtschwimmerbeckens für Wohlbefinden. Badefreuden sind hier grundsätzlich ab Kleinkindalter aufwärts möglich – bei Wassertiefen zwischen 70 und 135 Zentimetern.

Skizze zum aktuellen Stand der Freibad-Umplanung. Unten das verkürzte Schwimmerbecken, darüber die „Sprayground“-Fläche für junge Besucher und oben das Nichtschwimmerbecken mit „Halbinsel“.

Schwimmer im Publikum kritisierten allerdings eine geplante „Halbinsel“ aus Beton, die aus strömungstechnischen Gründen künftig ins Becken ragt. Dadurch sei Schwimmtraining mangels Raum kaum noch möglich. Schwimmmeisterin Sabine Schulz schlug vor, sich diagonal durchs Becken zu bewegen. Die Bahnen im großen Becken sollen wie berichtet von 50 auf 25 Meter Länge halbiert werden. Die so frei werdende Fläche würde laut Planung bepflastert, mit Sonnensegel ausgestattet, teils mit Bäumen bepflanzt und mit Ruheliegen ausgestattet.

Neben Neugestaltung spielt Erhalten eine wichtige Rolle im Konzept. Erhalten bleiben der fast schon als Wahrzeichen geltende Sprungturm samt Fünf-Meter-Absprung-Plattform, das großzügige Grüngelände mit Liegewiese und Beachvolleyball-Feld, die Tribüne am Schwimmerbecken und auch die Flutlichtanlage, die abends spezielle Atmosphäre schafft.

Karsten Dinklage (DLRG) erhielt die Zusicherung, dass auch im neuen Nichtschwimmerbecken die Tiefe ausreiche, um Freibad-Partys für Kinder samt großer Plastik-„Krake“ auszurichten.

Ganz neu entsteht wie berichtet der Umkleide- und Sanitärtrakt in einem zweiten Bauabschnitt.

Über flexiblere, kundenfreundlichere Bad-Öffnungszeiten werde ebenfalls nachgedacht, betonte Steffen Zorn auf entsprechende Nachfrage. Auch beim Kiosk seien Änderungen einschließlich eines Betreiberwechsels denkbar.

Barrierefrei soll natürlich das Familienbad sein, aber bei den Gesamtkosten ist die Obergrenze 4,1 Millionen Euro einzuhalten. Da fanden Anregungen von Besuchern viel Anklang, sich verstärkt um örtliche Firmensponsoren zu bemühen und bald einen Förderverein für das Bad zu gründen.

Im Übrigen wurde das Familienbad-Konzept vom Publikum am Feedback-Termin zustimmend und ohne grundlegende Einwände aufgenommen. 

la

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