Ortsausschuss: Realverband ist Eigentümer

Alter Heerweg: Schlaglöcher im Wald bleiben

Das durch den Wald führende Teilstück des Alten Heerwegs. - Foto: Duncan

Borstel - Als Schleichweg zwischen Borsteler Landstraße und Zeppelinstraße, als Verbindung zwischen dem Ortskern Borstels und dem Industriegebiet, wird der Alte Heerweg gern genutzt. Daran ändert auch ein Durchfahrtsverbotsschild – Anlieger ausgenommen – nichts. Diese Belastung ist der teilweise unbefestigten Straße anzumerken. An vielen Stellen ist die Fahrbahn mit Schlaglöchern übersät, die sich bei Regenwetter füllen und dann gerade für Fahrradfahrer ein zusätzliches Hindernis darstellen.

Darum ist der Alte Heerweg auch immer wieder Thema im Borsteler Ortsausschuss, so auch am Montagabend. Ausbessern wird die Stadt ihn jetzt zumindest auf einem 100 Meter langen Teilstück. Das gepflasterte Stück an der Einmündung zur Borsteler Landstraße muss die Stadt als Eigentümer in Stand halten. Einen vom Ortsausschussvorsitzenden Johann Ditzfeld vorgeschlagenen Ausbau im Waldstück zum Fuß- und Radweg wird es laut Stadtverwaltung allerdings nicht geben.

Grund: Die Stadt ist nicht Eigentümer des 280 Meter langen Teilstücks, das durch den Wald führt, sondern der Realverband Borstel. Realverbände sind Selbstverwaltungskörperschaften im ländlichen Raum, die Wege, Gewässer oder Forsten im Interesse des Allgemeinwohls und zum Nutzen der Mitglieder verwalten. „Es gibt in Achim diverse Wege, die in anderer Zuständigkeit sind. Wir müssen uns um unseren eigenen Bereich kümmern“, betonte Steffen Zorn. Allein um aus dem Matschweg einen Schotterweg zu machen, geht der Leiter der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung Achim (GGA) von Kosten um die 25 000 Euro aus. Unterhaltungskosten von rund 1000 Euro pro Jahr nicht mit eingerechnet.

Auf Nachfrage von Joachim Schweers (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte der GGA-Chef, auch bereits Gespräche mit dem Realverband geführt zu haben, dieser habe jedoch kein Interesse am Ausbau signalisiert. Zorn verwies zudem auf eine befestigte Alternativstrecke für Fahrradfahrer entlang der Landesstraße. Auch Fritz-Heiner Hepke (SPD) bedauerte, dass er keine Möglichkeit für den Ausbau sehe. „Die Eigentumsverhältnisse sind hier anders als im Rest Achims.“ Da es sich nur um eine Anfrage und keinen Antrag handelte, wurde über diesen Punkt nicht abgestimmt.

Das am Eingang des Alten Heerwegs liegende Teilstück mit Kopfsteinpflaster wird die Stadt als Eigentümer hingegen ausbessern. Den Auftrag für diese Arbeiten hat die Verwaltung vor zwei Monaten erteilt; Ende August/Anfang September sei mit dem Ausbau zu rechnen.

In der Einwohnerfragestunde stießen die Pläne auf Argwohn: „Wird wieder nur geflickt oder gibt es diesmal eine länger anhaltende Reparatur?“, wollte ein Anwohner wissen. „Wenn wir alles rausnehmen und neu bauen würden, müssten wir die Anwohner beteiligen“, so Zorn. Vermutlich wegen der erheblichen Kosten – laut Bürgermeister Rainer Ditzfeld beliefe sich der Anliegeranteil auf 70 Prozent – sei eine komplette Straßensanierung bisher immer wieder abgelehnt worden. - ldu

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