Achimer SPD-Fraktion informiert sich auf Rundgang durch die Aller-Weser-Klinik

„Dieses Haus hat verdient, abgesichert zu werden“

AWK-Geschäftsführerin Marianne Baehr (Mitte) erklärt Mitgliedern der SPD-Fraktion die Baumaßnahme.
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AWK-Geschäftsführerin Marianne Baehr (Mitte) erklärt Mitgliedern der SPD-Fraktion die Baumaßnahme.

Achim - Auf Einladung des Ratsvorsitzenden der Stadt Achim, Hans-Jürgen Wächter, besuchte die SPD-Fraktion jetzt die Aller Weser Klinik (AWK) in Achim, um sich über die Situation vor Ort zu informieren.

Marianne Baehr, Geschäftsführerin der AWK, begrüßte am Eingang die Gäste zu einem Rundgang. Zuerst ging es in die erste Etage, wo umfangreiche Baumaßnahmen an der Station 1 (chirurgische Station) vorgenommen werden.

Die Baukosten betragen 850000 Euro, davon allein 330000 Euro für Brandschutzanlagen. Die Zimmer bekommen Bäder auf dem neuesten Niveau. Die Pflegekräfte einen großzügigeren Arbeitsraum und neue PC-Arbeitsplätze, weil die Dokumentation umfangreicher und aufwendiger geworden sei, so Baehr weiter. Der technische Leiter Rainer Schmidt erklärte anhand der ausgehängten Baupläne, wie es in Zukunft aussehen wird, und zeigte ein bereits fast fertiges Bad.

Der Ärztliche Direktor Dr. Stephan Sehrt erklärte währenddessen auf die Frage eines Fraktionsmitglieds, warum ein Urologie-Patient in Verden und nicht in Achim behandelt wurde: „In Verden gibt es den besseren intensivmedizinischen Dienst für diesen Patienten, der Urologe fährt von Achim nach Verden, weil es für den Patienten sinnvoll ist.“

Eine weitere Innovation in der AWK erklärte Sören Ebken von „Cook & Care“. Seit Mai 2013 kocht „Cook & Care“ in der Küche des AWK und stellt das Essen in Buffetwagen zur Verfügung. Die so verfügbar gestellten Mahlzeiten haben den Vorteil, dass der mobile Patient sein Essen selbst am Buffet zusammenstellt, dass das typische Tablett passé ist, so Ebken.

Diätkoch Diers stellt ein ähnliches System für Frühstück und Abendbrot vor, auch hier bestimmt der Patient täglich neu – die Leberwurst kommt nun nicht mehr automatisch.

Patienten, die nicht selbst kommen können, werden vom Pflegepersonal versorgt. Für Patienten, die eine besondere Mahlzeit benötigen, wird diese nach Vorgabe hergestellt. Bei der Ausgabe ist eine Fachkraft, die kontrolliert, ob auch genug gegessen wurde, ergänzt Pflegedienstdirektorin Christine Schrader.

Bei einer liebevoll angerichteten Kaffeetafel stellte Chefärztin Ebba Ziegler die für die AWK künftige Spezialisierung, die Geriatrie, vor. Geriatrie ist die Medizin des alten Menschen, die als vorrangiges Ziel das Wiederherstellen oder das Erhalten der Selbständigkeit und Beweglichkeit hat. Eine nicht zufrieden stellende Situation sieht Dr. Ziegler in der unterschiedlichen Behandlung zwischen Krankenhaus und den niedergelassenen Ärzten, die aus Budgetgründen die Behandlung nicht fortsetzen können: „Wir müssen uns hier genauer abstimmen.“

Als äußerst kompliziert und aufwendig gestaltet sich die Abrechnung und die damit verbundene Dokumentation. „Hier müssen mittlerweile zusätzliche Mitarbeiter prüfen, ob keine Fehler gemacht wurden, damit wir unsere Leistung auch bezahlt bekommen“, erläuterten zum Schluss Verwaltungsdirektor Manfred Dzeik, Marianne Baehr und Stephan Sehrt den interessierten Fraktionsmitglieder.

Geschäftsführerin Baehrs Resümee: „Als kleines Haus machen wir keine kleine Medizin, wir sind technisch gut ausgestattet, und Patienten kommen auch aus dem weiteren Umfeld nach Achim. Das liegt an den guten Leistungen, die unsere Ärzte erbringen.“

Hans-Jürgen Wächter stellte fest, dass sich vieles verändert hat und sich noch vieles ändern wird, die Spezialisierung müsse sein: „Die AWK mit den beiden Häusern wollen wir absichern.“ Bernd Junker ergänzte: „Dieses Haus hat es verdient, abgesichert zu werden.“

hem

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