Gerüchte um Wittorfer Grundschule

Stadt ist für Ideen offen

Der Stein steht noch, aber die Zukunft der Grundschule Wittorf ab Februar ist noch ungeklärt. - Foto: Wieters

Wittorf - Von Jens Wieters. Kaum ist die Entscheidung im Visselhöveder Stadtrat gefallen, dass die Wittorfer Grundschule bereits Ende Januar des kommenden Jahres schließt, und schon wird im Dorf kolportiert, dass die Stadt als Eigentümer der Immobilie dort Flüchtlinge unterbringen könnte. „Das werden wir mit Sicherheit nicht tun“, wischt Vissels Bürgermeister Ralf Goebel derartige Gerüchte vom Tisch.

Solche Behauptungen entbehrten jeglicher Grundlage, denn aktuell gebe es reichlich Wohnraum für Flüchtlinge im Kernort. „Weil sich die Lage in den vergangenen Monaten doch merklich entspannt hat, haben wir sogar schon Wohnungen zurückgegeben. Aktuell haben wir noch einen großen Puffer, falls der Flüchtlingsansturm wieder steigen sollte. Die Wittorfer Schule spielt bei diesen Überlegungen keine Rolle“, unterstreicht Goebel.

Aber dennoch würden sich im Rathaus einige Leute den Kopf zerbrechen, was mit der Liegenschaft ab Februar geschehen solle, denn die Stadt habe einige solcher Gebäude, die in der Unterhaltung und Sanierung „einfach zu teuer sind“. Denn für eine Kommune würden andere Kriterien bei der Bewirtschaftung und Herrichtung gelten als für Privatleute. „Von daher sind wir natürlich zu Gesprächen über alle Ideen bereit“, so Goebel.

Die Schule einfach abreißen zu lassen und die Fläche als Bauland zu verkaufen, kommt wohl auch nicht in Betracht: „Dafür hat das 120 Jahre alte Gebäude historisch eine zu große Bedeutung für das Dorf.“

Dass sich der gerade vor einer Gründung befindliche Bürgerverein vielleicht dafür interessieren könnte, glaubt Goebel hingegen nicht: „Wittorf ist in der glücklichen Lage, ein Dorfgemeinschaftshaus zu besitzen und auch ein schmuckes Vereinsheim ist im Ort, das oft als Treffpunkt genutzt wird.“ Sollte es aber dennoch von dieser Seite Ideen geben, sei die Verwaltung natürlich ebenso zu Gesprächen bereit.

Ein anderes Gerücht, das im Dorf kursiert, besagt, dass ein bekannter Walsroder Bordellbetreiber die Fühler nach dem Haus ausstrecken würde, um ein Rotlicht-Etablissement an der Bundesstraße einzurichten, denn schließlich sei das Dorf ja bordellerfahren. „Aus dieser Ecke sind aber noch keine Anfragen an uns herangetragen worden“, so Goebel.

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