Elf Mitarbeiter verlieren ihren Job

NP-Markt schließt zum Jahresende

Novemberstimmung am Visselhöveder NP-Markt. Der selbsternannte Erlebnis-Discounter schließt zum Ende des Jahres. - Foto: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Nach nur zwei Jahren schließt der Discounter NP-Markt an der Visselhöveder Feldstraße zum Ende des Jahres seine Türen. Betroffen sind insgesamt elf Arbeitsplätze. Was mit der Immobilie und den Parkplätzen davor geschieht, steht offenbar noch in den Sternen.

Die Mitarbeiter sind dem Vernehmen nach bereits über das Aus informiert worden und haben ihre Kündigungen erhalten. Alexandra Antonatus von der Unternehmenskommunikation der Edeka Zentrale bestätigt das Ende am 31. Dezember – ohne näher auf die Gründe einzugehen, die wohl wirtschaftlicher Natur sein dürften.

„Wir beschäftigen dort sieben Aushilfen und vier Teilzeitmitarbeiterinnen. Wir konnten bereits zwei Kolleginnen einen anderen Arbeitsplatz in einer NP-Filiale anbieten. Aufgrund der eher ländlichen Lage und der sehr unterschiedlichen Mobilität versuchen wir nun, dies auch für die anderen beiden Teilzeitmitarbeiter möglich zu machen“, heißt es kurz und knapp in dem Statement.

Was mit dem großen Gebäude in Zukunft geschehen wird, kann auch Antonatus nicht konkret sagen: „Unsere Immobiliensparte, die Edeka Miha Immobilienservice GmbH, ist Eigentümer des Marktes und sucht nach einem neuen Mieter.“ Die Edeka-Tochter NP hatte den Markt am 1. Oktober 2014 geöffnet. Allerdings wurde die Verkaufsfläche gegenüber dem vorherigen Supermarkt um knapp die Hälfte auf rund 780 Quadratmeter verringert.

NP ist eine Marke der Edeka Minden-Hannover, der größten der insgesamt sieben Regionalgesellschaften der Edeka-Gruppe in Deutschland. Der Visselhöveder Discounter ist einer von rund 400 NP-Filialen mit insgesamt 6.000 Mitarbeitern.

„Es ist natürlich schade für die Ecke da oben“, sagt Ulf Timmann, Vorsitzender des Visselhöveder Gewerbevereins, als ihn unsere Zeitung mit der Nachricht überraschte. Allerdings habe er sich schon immer gewundert, dass der „Markt dort wirtschaftlich zurecht kommt“. Denn vier Discounter, ein Vollsortimenter und die Filiale einer großen Drogeriekette seien für eine eher kleinere Stadt wie Visselhövede doch schon recht üppig.

Dennoch sei es bedauerlich, dass ein Lebensmittelversorger in dem Bereich der Stadt schließt, weil er „auch für einige Anwohner dort sehr wichtig war“.

Neben dem vermeintlichen Überangebot von Supermärkten in der Stadt, könnte auch die von vielen Einwohnern als „sehr unglücklich“ bezeichnete Bausituation des Marktes verantwortlich sein. Denn die Laufkundschaft, die an der Ecke Lindenstaße/Celler Straße unterwegs ist, blickt direkt auf den Hinterhof des Discounters. Um den Haupteingang zu nutzen, müssen die Kunden zunächst in die Feldstraße einbiegen. Diese verkehrliche Anbindung war schon den vorherigen Betreibern sauer aufgestoßen.

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