Flachdach des Hallenbads erneut undicht

Neue Folie soll vor Wasser schützen

Auch an den Lichtkuppeln regnet es rein. - Foto: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Mit Wasser vollgesogene Leichtbauplatten fallen von der Decke des Restaurantbereichs, in der öffentlichen Toiletter tropft es auch von oben: Das Visselhöveder Hallenbad bereitet den Politikern erneut ernsthafte Sorgen. Aber: Quer durch alle Parteien ist man sich einig, das Bad zu erhalten und das Dach zu reparieren.

Das zumindest empfiehlt der Bauausschuss dem nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss. Demnach werden rund 46 000 Euro für die Unterhaltungsmaßnahme in den Ergebnishaushalt 2017 eingestellt. Mit dem Geld soll die insgesamt 430 Quadratmeter große Flachdachfläche über dem Restaurant und dem Eingangsbereich mit einer neuartigen Folie ausgelegt werden. Das ist eine Dachhaut aus einem gummielastischen Werkstoff, der laut Schätzungen einige Jahre dichthalten soll. Eine andere, von der Verwaltung vorgeschlagene Variante, würde gleich mit einer Viertelmillion zu Buche schlagen. Die sieht vor, das Flachdach mit zu überbauen und eine Art Pultdach zu installieren. Dazu müssten allerdings die 25 Lichtkuppeln von innen verschlossen werden. Außerdem sind zusätzliche Lüftungs- und Rauchabzugsschächte nötig.

Ausschussvorsitzender Dieter Carstens (CDU) schloss diese kostspielige Reparatur schon gleich zu Beginn der Sitzung aus: „Viel zu teuer und zu viele neue Kanäle, die sicher gleich wieder Probleme bereiten. Mit der neuen Folie haben wir mindestens zehn bis 15 Jahre Ruhe.“

Bereits vor einem Jahr wurden die undichten Stellen geflickt, aber die ausführende Firma verwies schon damals darauf, dass die Arbeiten nicht lange von Erfolg gekrönt sein würden. Die Niederschläge in diesem Sommer haben die böse Vorahnung Realität werden lassen: Die Leichtbauplatten der abgehängten Decke im Restaurant fielen mit Wasser vollgesogen auf den Fußboden und an einigen Lichtkuppeln tropfte es bei Regen munter herunter. „Die Platten wurden zwar ausgetauscht, aber die Ursache ist noch nicht behoben“, mahnte die städtische Ingenieurin Gabi Behrens zur Eile. „Aber eine Reparatur wird sicher nicht in den nächsten Tagen erfolgen, sondern wir werden uns mit Firmen besprechen und die genaue Sanierung im Verwaltungsausschuss vorstellen“, war Carstens‘ Vorschlag, dem die anderen Ausschussmitglieder folgten.

Die stimmten auch dafür, das sich ein Experte der Stadtwerke Rotenburg, die in der Kreisstadt das Spaßbad Ronolulu betreiben, die technischen Anlagen des Vissel-Bads wie Filter und Pumpen mal genauer anschaut, damit die Visselhöveder Politiker genauer einschätzen können, was in den nächsten Jahren auf sie zukommen könnte. Für dieses Gutachten plant die Verwaltung bis zu 3 000 Euro ein. „Das ist eine tolle Sache, dass uns aus Rotenburg relativ günstige Hilfe angeboten wird. Ein technisches Büro hätte uns ein Vielfaches gekostet“, so Behrens.

Wie viel Geld überhaupt in den vergangenen 20 Jahren in das Hallenbad gesteckt wurde, lässt sich aus einer Liste ablesen, die die Verwaltung auf Bitte des Ausschussvorsitzender angefertigt hatte. So stehen 8,179 Millionen Euro Gesamtkosten für Baumaßnahmen, Inventar und Personal nur 2,172 Millionen an Erträgen und Einnahmen gegenüber (Stand Juli 2016). Macht am Ende des Tages Kosten von gut sechs Millionen Euro.

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