Ralf Struck gewinnt mit seinem Schranken-Clip den Wettbewerb „VisselTube“

„Langweiligster“ Film siegt

Die drei Jury-Mitglieder (v.l.) Nikos Saul, Henning Wirtz und Dominic Stermann mit Jo-Alex Meyer, Lauren Querfurth, Ralf Struck, Karin Schroeder, Tomke Heeren, Andreas Netter und Moderatorin Antje Diller-Wolff. - Foto: Kirchfeld

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Ein Hauch von Hollywood wehte am Sonntagnachmittag bei der Bekanntgabe der Sieger des Wettbewerbs „VisselTube“ durch das Theaterzelt des Kultursommers. Dabei hat nicht der „spannendste Film“, nämlich die Geschichte über die Ermordung Pater Arnoldis, und auch nicht der „künstlerischste Werbefilm“ den ersten Preis gewonnen, sondern „der langweiligste Streifen“, wie die Jury ehrlich gestand. Dennoch freute sich Sieger Ralf Struck über die Auszeichnung.

In seinem Clip ist ein Auto zu sehen, das vor den geschlossenen Bahnschranken wartet. Außer Vogelgezwitscher und etwas Verkehrslärm von der Bahnhofstraße hört man nichts. Bis nach einer gefühlten Ewigkeit der kleine Zug „Erixx“ vorbeirauscht. „Das Beste am Visselhöveder ist seine Geduld!“, lautet das Fazit von Ralf Struck, der den Film einreichte.

Nicht nur die Jury überzeugte der zweitplatzierte Film mit dem Titel „Paterbusch – ein dunkles Kapitel von Visselhövede“, auch das Publikum fand die blutige Story über den Tod des Pater Arnoldi sehenswert und spannend.

Publikumspreis für Lauren Querfurth

Die düstere Geschichte, die sich 1631 abspielte, wurde von Lauren Querfurth wirkungsvoll in Szene gesetzt und gewann so zwei Preise. „Der religiösen Intoleranz begegnen wir teilweise heute noch“, so die Begründung der Jury.

Den dritten Platz belegte der gelungene Werbefilm mit dem Titel „Mein Visselhövede“, von Jo Alex Meyer. Er zeigte seine Stadt mit all seinen Licht- und Schattenseiten. Dabei beschäftigte er sich eingehend mit der Frage: „Was ist Visselhövede?“

„Die Stadt hat 9 906 Einwohner und wird oft mit Drogen in Zusammenhang gebracht. New York hat die Mafia, Tokio die Yakuza und Visselhövede die Bauern. Visselhövede hatte mal ein Freibad und ein Kino. Geschäfte schließen, andere machen auf“, so Meyer, der in seinem Film den bemerkenswerten Schlusssatz spricht: „Dennoch bin ich die Person, die es trotzdem probiert, obwohl alle anderen Nein gesagt haben!“

Im Rahmen des Visselhöveder Kultursommers „Leuchtfeuer“, der sich um das Thema Film drehte, waren im Vorfeld die Visselhöveder aufgefordert, ihren Beitrag zum Video-Wettbewerb „VisselTube“ zu leisten. Wie sehe ich meine Stadt, was ist sie für mich?

Und wie es sich für eine große Preisverleihung gehört, durfte der würdige Rahmen nicht fehlen. Den bildete das Kulturfrühstück, das sich bis zum späten Nachmittag hinzog und den Abschluss des Kultursommers bildete. Dabei wurden die drei besten Filme vorgestellt. Gesucht wurden Clips, die einen persönlichen Bezug zur Stadt darstellen. „Dabei zählte nicht die perfekt Ausleuchtung der Szenen, sondern alleine die Idee“, wie Mitorganisatorin Tomke Heeren verdeutlichte. 15 Beiträge gingen ein und wurden ins Netz gestellt. Neben den drei ersten Preisen der Jury hatte so auch das Publikum die Möglichkeit, die Filme auf der Homepage des Kultursommers zu bewerten.

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