Schnauferl-Tour-Pause auf dem Marktplatz

Hitze quält auch die Oldtimer

Günter Brasgalla (l.) aus Kirchlinteln erläutert Passant Fritz Buth die Vorzüge seines Opel Super 6.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Ein Opel Super 6 aus dem Jahr 1938, ein Stückchen automobile Kunst mit dem klangvollen Namen „Willys-Overland“, ein Mercedes der Baureihe 107 von 1986 sowie mehr als 30 weitere schöne Auto-Oldtimer waren am Sonntagnachmittag auf dem Marktplatz in Visselhövede zu sehen.

Der Motorsport-Verein und die Motorsportgemeinschaft (MSG) Visselhövede, beides Ortsclubs im ADAC, organisierten die vierte Auflage der sogenannten Schnaufel-Tour unter dem Motto „Zwischen Vissel und Wümme“.

„Bei der Tour handelt es sich um eine gemütliche Fahrt, bei der der Spaß an der durchfahrenden Landschaft im Vordergrund steht“, berichtete Mitorganisator Jens Dräger von der MSG, der am Marktplatz beim Zwischenstopp die Zeit der Teilnehmer nahm.

Dort stand sogar eine Eisbude bereit, um die hitzegeplagten Fahrer abzukühlen. Das war bei den Fahrzeugen schon ein etwas schwierigeres Unterfangen. „Unser Wagen macht der Schnaufel-Tour alle Ehren. Aber wir müssen immer die Motortemperatur fest im Blick haben. Für so viele Kilometer am Stück ist er einfach nicht mehr geschaffen“, gestand Heiko Intemann, der mit Ehefrau Barbara und dem bildhübschen „Willys-Overland“, eine Rarität von 1920 mit Holzrädern, bei 35 Grad im Schatten von Ahausen in die Visselstadt unterwegs war.

Mit 25 Stundenkilometern durch die Landschaft

„Aber der Spaß steht an erster Stelle. Man sieht immer lächelnde Menschen am Straßenrand, wenn wir vorbeikommen“, so Barbara Intemann. Zwar winkte den Gewinnern ein Pokal, doch darauf kam es keinem Teilnehmer wirklich an. „Wir müssen nach dem Streckenplan ein Bilderrätsel lösen – die abgebildeten Fotos der Reihe nach einsortieren“, erläuterte Ehepaar Intemann die Aufgabe.

Günter Brasgalla aus Kirchlinteln war mit seiner Firma gleich mit vier Fahrzeugen am Start. Er selbst fuhr einen Opel Super 6 aus dem Baujahr 1938 in burgunderrot. „Es macht einfach Spaß, mit 25 Stundenkilometern durch die Landschaft zu fahren und die Aussicht zu genießen“, schmunzelte Brasgalla.

Der Heidegeist im Käpt‘n Blaubär

Willi Garbers sah seinem Maskottchen Käpt‘n Blaubär sehr ähnlich und hatte gleich zwei davon an seinem Mercedes der Baureihe 107 von 1986. „Eigentlich gehört hier eine Wärmflasche rein“, lächelte Garbers und bot großzügig vom Heidegeist an, der statt der Wärmflasche im Blaubär steckte. Bei so vielen Glücksbringern konnte dem Fahrzeug von 1986 wenig passieren. „Ich bin vor dem Trubel aus Schneverdingen geflüchtet, denn dort ist Heideblütenfest“, gestand der Mercedesfahrer, der sogar in einem Club in Luxemburg Mitglied ist. „Nur die Baureihe 107er, die von 1971 bis 1989 vom Band lief, ist dort vertreten“, so der Schneverdinger.

Aus Visselhövede war das Ehepaar Meyer-Clark mit dabei. Die Tour startete in Hamwiede im Heidekreis in Richtung Sottrum. Im Gasthaus „Drei Kronen“ in Hünzingen klang dann der Tag für die Teilnehmer bei der Ehrung der Sieger aus.

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