Keine Gruppe mit der SPD oder WiV

Grüne bleiben eigenständig

Heiner Gerken

Visselhövede - Von Jens Wieters.  „Wir stehen für eine offene Ratsarbeit und wollen zu den verschiedenen Themen sachorientiert diskutieren und jeweils Mehrheiten finden!“ Mit dieser Aussage erteilen die Visselhöveder Grünen Spekulationen über eine mögliche Gruppenbildung eine deutliche Abfuhr.

Heiner Gerken, der nach dem Rückzug von Hedi Schmidt aus der Ratsarbeit jetzt den Fraktionssitz inne hat, stellt klar, dass es nur mit dem FDP-Mann Henning Cordes mal ein loses Gespräch gegeben habe. „Aber der hat sich ja nun für eine Gruppe mit der CDU entschieden. Für konkrete Gespräche waren wir wohl einige Tage zu spät.“

Das sei aber überhaupt nicht schlimm, so Gerken, da die Grünen sich nun nach ihren Vorstellungen richten und sich um die Themenfelder kümmern könnten. Eine kleine Kröte haben die drei Fraktionsmitglieder aber dennoch zu schlucken: Die Verlosung der Plätze im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss (VA). Denn bekanntlich besteht der jetzt nur noch aus sechs Ratsmitgliedern plus Bürgermeister. 

Bisher waren es acht Beigeordnete plus Ralf Goebel, aber da der Rat von 27 auf 25 Mandate verkleinert wurde, da Visselhövede unter die 10 .000-Einwohner-Grenze gerutscht ist, ist auch der VA mit weniger Leuten besetzt. „Eigentlich nur mit fünf Personen, wir haben aber auf sieben erhöht“, erklärt Gerken. Mehr lasse die Niedersächsische Gemeindeordnung aber nicht zu. „So bekommt die CDU auf jeden Fall zwei Sitze, der Bürgermeister einen und die SPD einen. Die restlichen drei werden unter den vier Parteien verlost, also kann es auch sein, dass wir nicht drin sind“, so der Wittorfer.

Einem möglichen Aus im zweitwichtigsten Gremium nach dem Stadtrat hätten die Grünen mit der Bildung einer Gruppe mit der SPD und/oder der WiV aus dem Weg gehen können, aber „wir sind nicht so machtversessen, dass wir unsere Eigenständig nur wegen eines VA-Platzes aufgeben“, hebt Gerken hervor, der in der nächsten Woche gleich zwei konstituierende Sitzungen hinter sich bringen muss. Neben dem Stadtrat am Donnerstag (19 Uhr, Rathaus), wählt der Wittorfer Ortsrat bereits am Dienstag (19 Uhr, DGH) einen neuen Bürgermeister. Bei der Wahl im September hatte Gerken die meisten Stimmen im Ort gesammelt. Aber als neuer Ortsbürgermeister sieht er sich noch nicht. „Dazu möchte ich jetzt nichts sagen.“

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