Kastanienschüler nehmen am Projekt „Wir sind Klasse“ teil

Gegen die Gefahr

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„Stopp!“ – selbstbewusst sollen die Schüler Gefahren entgegentreten. 

Visselhövede - Von Matthias Röhrs. Gefahren können überall lauern. Damit ihre Schüler lernen, mit diesen auch richtig umzugehen, hat die Visselhöveder Kastanienschule in dieser Woche im Haus der Bildung das Gewaltpräventionsprojekt „Wir sind Klasse“ durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Polizei wurden ihnen Tipps für mehr Sicherheit und richtiges Auftreten in Gefahrensituation vermittelt.

Ursprünglich wurde das Programm für Schüler der sechsten und siebten Klassen ausgearbeitet, erläutert Lehrerin Kerstin Wicht, die zusammen mit ihrer Kollegin Martina Wattjes für das Projekt verantwortlich ist. Doch die Rotenburger Polizei hat das Konzept umgestaltet, sodass auch Viertklässler davon profitieren können. In dieser Woche waren die Schüler der Kastanienschule in Visselhövede dran. Seit 2011 steht der Kurs „Wir sind Klasse“ auf den Lehrplänen in und um Visselhövede.

Für Wicht ist die Zusammenarbeit mit den Beamten elementar. „Polizei und Pädagogen haben häufig unterschiedliche Herangehensweisen, eine Polizistin ist auch beeindruckender als eine Lehrerin in Alltagskleidung“, überlegt Witt, die für „Wir sind Klasse“ eine Moderatorenschulung absolviert hat. Mitmachen statt Frontalunterricht ist die Devise. „Alles baut aufeinander auf“, sagt die Polizistin Cathrin Senkbeil. „Wir sind Klasse“ lebe davon, dass die Kinder mitmachen, damit sie sich die Inhalte selbst erarbeiten.

„Selbstbewusstsein, Zivilcourage, zu seiner Meinung stehen und was eigentlich Gewalt ist“, erklärt Polizistin Cathrin Senkbeil die Eckpunkte des Projekts. Der Weg, diese Ziele zu erreichen, führt über verschiedene Spiele und Übungen.

Schüler sind mit Eifer dabei

Zum Beispiel das Sagen von „Nein“ oder auch „Stopp“. Hier wird es laut. Jeweils paarweise spielt jeweils ein Kind den Bedroher, das andere den Bedrohten. Vor allem laut soll letzteres sich der Gefahr entgegenstellen. Arm ausgestreckt, Handfläche in Richtung des Angreifers, der selbstbewusste Ruf: „Stopp!“ Das gefällt den Kindern, eine Weile lang ist der Lärmpegel im Hort des Haus der Bildung ziemlich hoch.

Im folgenden Theaterstück geht es dann darum, das gelernte auch anzuwenden. Dazu teilt Senkbeil den Kindern verschiedene Rollen zu: Tom und Lisa, die auf dem Schulweg sind, Straßenlaternen in grell leuchtenden Warnwesten, Passanten, ein Bäcker und sein Kunde und ein Postbote. Frau Wicht schlüpft in die Rolle von Frau Bösewicht und versucht, die Schulkinder auszurauben.

Zunächst waren sie noch ein leichtes Ziel, für Senkbeil die Gelegenheit, die Schüler über die vier „L“ bei einer Bedrohung aufzuklären. Laut sein, ins Licht gehen, weglaufen und Leute um Hilfe bitten. Zwar sei dies, erklärte die Polizistin, kein Allheilmittel, eine Wirkung aber auf jeden Fall da. „Das kann funktionieren“, ruft sie. Und beim zweiten Durchgang zeigte sich, dass die Kinder nun ein Stück mehr vorbereitet sind, sollte doch irgendwann mal Gefahr lauern.

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