Firma Hoyer will Gestaltung finanzieren 

Kunst für den Kreisel

+
Die Pseudo-Heidelandschaft im Verkehrskreisel an der Rotenburger Straße ist wahrlich keine Schönheit. 

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die Grünfläche auf dem Verkehrskreisel an der Rotenburger Straße ist aktuell kein Schmuckstück. Abhilfe könnte eine Skulptur schaffen, die auf Besonderheiten Visselhövedes hinweist. Mit der Firma Hoyer hat sich sogar ein Geldgeber für die Gestaltung gefunden. Nur die Umsetzung verläuft zurzeit noch ein wenig schleppend.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Kultur wurde jetzt eifrig über das Thema diskutiert, und die Politiker waren durchaus unterschiedlicher Meinung was die Gestaltung der Innenfläche des Kreisels betrifft.

Denn die Marketingabteilung der Hoyer-Gruppe habe laut Bürgermeister Ralf Goebel bei der Verdener Straßenverkehrsbehörde zwei Entwürfe eingereicht. Einer davon habe den Slogan „Visselhövede, eine Stadt voller Energie“ enthalten. Der sei aber sofort abgelehnt worden, weil Schriftzüge Autofahrer ablenken könnten. „Der zweite Entwurf ist ein stilisierter Quader, der bis zu drei Meter hoch sein kann und auf dem der Visselhöveder Kirchturm und auch der Wasserturm auf dem Sonnentaugelände zu sehen sind. 

Beleuchtete Embleme stehen für Moderne

Unten könnten ringsherum LED-beleuchtete Embleme und Symbole angebracht werden, die für das moderne Visselhövede stehen“, erläuterte Goebel den Ausschussmitgliedern. Er betonte aber auch, dass es „kein Werbekreisel für Hoyer“ werden soll. Das Straßenbauamt habe signalisiert, dass dieser Entwurf genehmigt werden könnte. Ob der Quader aus Metall oder aus Beton gefertigt werde, sei ebenso noch nicht klar wie die Frage, ob er nur an den Außenkanten die geometrische Form bekomme, informierte Goebel.

Dennoch findet Hedi Schmidt (Grüne) diese Vorstellung „einfach abschreckend“. Sie forderte, dass sich ein oder mehrere Künstler mit der Gestaltung auseinandersetzen sollten.

„Visitenkarte der Stadt“

In die gleiche Kerbe schlug Heiner Kemna, Bildhauer aus Hiddingen und beratendes Mitglied des Ausschusses: „Solch ein Kreisel ist die Visitenkarte der Stadt. Es ist löblich, wenn ein Unternehmen das bezahlen will, aber man sollte eine Art Künstlerwettbewerb ins Leben rufen. Der Ansatz ist gut, nur über das Wie müssen wir noch diskutieren.“

Ausschussvorsitzende Astrid Kirmeß (CDU) ist froh, dass „überhaupt etwas passiert“, und der Bürgermeister unterstrich, dass Politik und Verwaltung ein wenig in der Zwickmühle seien: „Denn der Geldgeber hat auch gewisse Vorstellungen, wie der Kreisel aussehen soll.“

Für Ulf Timmann, Vorsitzender des Gewerbevereins und ebenfalls beratendes Ausschussmitglied, müssten „die Einwohner mit ins Boot geholt werden, was die Gestaltung des Kreisels betrifft. Das fördert das Gemeinschaftsgefühl.“ Auch Ralf Goebel könnte sich ein Bürgervotum vorstellen, während Heiner Kemna nicht so viel davon hält. „Eine Bürgerbefragung hat oft zur Folge, dass ein Objekt eher langweilig und nicht mutig genug wird. Wir brauchen aber einen echten Hingucker.“.

Jetzt wartet die Verwaltung zunächst die genauen Vorgaben aus den Verdener Amtsstuben ab, was gemacht werden darf und dann wird weiter diskutiert.

Lesen Sie auch:

Rotenburg: Stadtrat-Fraktionen fürchten Protestwahl

Mehr zum Thema:

BVB holt mit starkem 2:2 bei Real den Gruppensieg

BVB holt mit starkem 2:2 bei Real den Gruppensieg

Bayer holt sich mit 3:0 gegen Monaco Selbstvertrauen

Bayer holt sich mit 3:0 gegen Monaco Selbstvertrauen

Widerstand der Rebellen in Aleppo bricht immer mehr zusammen

Widerstand der Rebellen in Aleppo bricht immer mehr zusammen

Kruse mit Turban: Werder-Training am Mittwoch

Kruse mit Turban: Werder-Training am Mittwoch

Meistgelesene Artikel

Jugendliche prügeln und treten 14-Jährigen

Jugendliche prügeln und treten 14-Jährigen

Chefarzt wehrt sich

Chefarzt wehrt sich

Schlägerei an der Sporthalle: Junge weiter im Krankenhaus

Schlägerei an der Sporthalle: Junge weiter im Krankenhaus

„Vollbremsung für das Diako“

„Vollbremsung für das Diako“

Kommentare