Antrag: Zebrastreifen auf der Süderstraße

Senioren wollen sicher auf die andere Fahrbahnseite

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Der Bauausschuss schaute sich die Begebenheiten an der Süderstraße an. 

Visselhövede - Von Jens Wieters. Auf der Visselhöveder Süderstraße haben besonders Senioren Schwierigkeiten die Fahrbahn zu überqueren, um die Discounter und Supermärkte zu erreichen. Darum hat der Seniorenbeirat der Stadt jetzt einen Antrag auf die Installation eines Zebrastreifens gestellt.

Eine Idee, die der Bauausschuss begrüßt und einen entsprechenden Antrag an den Landkreis als Genehmigungsbehörde senden wird. Vor Ort machte sich das Gremium am Dienstag ein Bild über die verkehrliche Situation. „Seit längerer Zeit werden wir von Senioren angesprochen, die sich darüber beklagen, wie schwierig es für sie sei, von der einen Straßenseite auf die andere zu gelangen“, erläuterte Beiratsvorsitzender Helmut Sündermann. Besonders treffe es die behinderten Mitbürger und die Menschen, die in der sogenannten Altenwohnanlage lebten. „Sie müssen die vielbefahrene Süderstraße überqueren, um ihren alltäglichen Lebensbedarf zu decken“, so Sündermann.

Verbindung von Mittelweg und Heinrich-Hüner-Weg

In der Verwaltung hatte man sich im Vorfeld bereits Gedanken gemacht, wo man einen Fußgängerüberweg bauen könnte. Der Vorschlag sieht eine Verbindung von Mittelweg und Heinrich-Hüner-Weg vor. „Geht nicht“, bremste Ratsherr Eckhard Langanke (WiV). Der Mittelweg führe mit Gefälle von der Gartenstraße in Richtung Süderstraße und darum sei ein Zebrastreifen direkt an der Einmündung nicht möglich, weil der dazu verleiten würde, direkt auf die Fahrbahn zu treten oder mit dem Rad zu fahren. „Ein paar Meter weiter zwischen den Einfahrten zu Rossmann und zum Combi-Markt wäre eine Querung geeigneter“, so Langanke. Der Ex-Polizist berichtete aus seiner beruflichen Erfahrung, dass ein Zebrastreifen heutzutage von vielen Autofahrern ignoriert werde. „Da hilft nur eine Ampel.“

Ob aber der Landkreis überhaupt dem Antrag des Ausschusses und dem Wunsch des Seniorenbeirats folgen wird, steht noch in den Sternen. Denn die Voraussetzungen für den Bau einer Querung sind nicht ohne: Dafür müsse nämlich „der Fußgänger-Querverkehr im Bereich der vorgesehenen Überquerungsstelle hinreichend gebündelt auftreten“, wie es im besten Amtsdeutsch heißt. Eine Ampel komme gar erst bei mehr als 450 Fahrzeugen in der Stunde in Betracht.

Aktuell lägen keine exakten Zahlen darüber vor, so dass der Landkreis wohl zunächst eine Verkehrzählung initiieren müsse, erklärte Bauamtsleiter Gerd Köhnken. Eine im Jahr 2003 erfolgte Zählung habe 160 Fahrzeuge pro Stunde ergeben.

Der Ausschuss war sich jedenfalls einig, alles auf den Weg zu bringen, um eine Querung einzurichten, „auch wenn wir wissen, dass das nicht von heute auf morgen geschehen wird“, wie Ausschussvorsitzender Dieter Carstens (CDU) formulierte.

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