Verkaufserfolg des Schwitscher Nachschlagewerks 

Alle wollen die Chronik haben

Birte Motzkau (l.) kaufte bei Inge Brase gleich acht Exemplare der Schwitscher Chronik. - Foto: Kirchfeld

Schwitschen - Von Angela Kirchfeld. „Ich nehme gleich acht Exemplare“, orderte Birte Motzkau. Solche Wünsche waren zwar die Ausnahme beim Verkauf der druckfrischen Schwitscher Dorfchronik am Sonntagnachmittag im Schwitscher Haus, aber die gebundenen Bücher gingen weg wie warme Semmel.

Den Großeinkauf erledigte Motzkau für einige Verwandte und Bekannte, damit auch die künftig alles über Schwitschen wissen. Und das wollen offenbar auch die vielen anderen Besucher, denn der Andrang war enorm. Grund war die Fertigstellung der Dorfchronik, die im feierlichen Rahmen vorgestellt und für 39.90 Euro pro Stück verkauft wurde. „Es ist schon toll, das sich so viele Leute für die Chronik interessieren. Es ist nicht nur die interessante Geschichte Schwitschens, die begeistert, sondern auf 200 Seiten werden die alten Höfe beschrieben. Dabei haben wir uns nicht nur auf die Eigentümer beschränkt, sondern auch die Geschwister einbezogen, so fern noch bekannt“, berichtete Inge Brase, die mit Schwester Carola die Chronik verkaufte.

680 Bilder wurden auf 400 Seiten verarbeitet. „Heute ist ein besonderer Tag. Ein großes Werk ist nach neun Jahren vollbracht!“, brachte es Ortsbürgermeisterin Annegret Pralle in ihrer Ansprache zum Ausdruck und ließ die Jahre der Arbeit noch einmal Revue passieren.

Friedrich Base legt den Grundstein

Den Grundstein für das Projekt, die Geschichte des Dorfes in einer Chronik zusammenzufassen, legte Friedrich Brase mit seinen Erkundungen zur Historie der einzelnen Höfe. 1981 gründete der Schwitscher zusammen mit Heinz Röhrs einen Arbeitskreis, der allerdings mit dem Tod von Friedrich Brase seit 1986 ruhte.

Während ihrer Amtszeit als Ortsbürgermeisterin war Pralle die Veröffentlichung der Chronik ein großes Anliegen. Inge Brase willigte ein, einen gemeinsamen Arbeitskreis zu gründen, um die Arbeit ihres Vaters 2007 fortzusetzen und die Dorfgeschichte gemeinsam aufzuarbeiten.

Trotz verschiedener Wechsel der Gruppenmitglieder, sind in den vergangenen Jahren Ingeborg und Carola Brase, Margarethe Bressel, Klaus Carstens, Johann Dehnke, Annelore Effe, Christa Köster, Heinz Lohmann, Friedrich-Wilhelm Michaelis, Ursula Stege und Annegret Pralle dabei geblieben.

Werk entstand mit viel Fleiß und Ausdauer

„Mit großem Engagement sammelten wir Namen, Daten, Fakten, Fotos und Berichte und arbeiteten sie aus“, so Pralle. Viele Beiträge und Hinweise zu Ereignissen in der Vergangenheit bis zur Gegenwart wurden dem Arbeitskreis zur Verfügung gestellt. „Die meist mündlichen Überlieferungen und Berichte von euch sind besonders kostbar und damit eine große Bereicherung für diese Chronik und für die künftigen Leser. Aus tiefer Verbundenheit mit unserem Dorf und der Heimat entstand mit viel Fleiß und Ausdauer das vor uns liegende Werk“, dankte Annegret Pralle.

Wer es am Sonntag versäumt oder nicht geschafft hat, in den Besitz einer Chronik zu kommen, kann das bei den genannten Mitgliedern des Arbeitskreises nachholen. Außerdem gibt es die Lektüre zu den Öffnungszeiten bei Röhrs Haustechnik.

Musikalisch bereichert wurde der Nachmittag durch die „Schwiddinger“. Der Erlös aus dem großen Kaffee- und Kuchenbüfett kommt ebenfalls dem neuen Verein Dorfkultur Schwitschen zu Gute, der seine Arbeit fortsetzen möchte. „Wir wollen Berichte aufarbeiten, die in der Chronik nicht mehr erfasst werden konnten. Kommt zu unseren künftigen Treffen, werdet Mitglied im Verein“, forderte Pralle auf.

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