Fünf Gruppierungen wollen in den Stadtrat

8 401 Bürger wählen ihre Kommunalparlamente

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Visselhövede - Von Jens Wieters. Exakt 8 401 Visselhöveder Bürger sind am Sonntag, 11. September, aufgerufen, ihre Kommunalparlamente, also den Stadtrat und in den größeren Ortschaften den Ortsrat, zu wählen. Von 8 bis 18 Uhr können die Kreuzchen in insgesamt 17 Wahllokalen gemacht werden. Der 18. Wahlbezirk ist denjenigen vorbehalten, die die Briefwahl bevorzugen.

Die amtliche Wahlbekanntmachung. - Foto: Wieters

Eigentlich ist alles wie immer – mit einigen Ausnahmen. Denn im Gegensatz zum vergangenen Urnengang vor fünf Jahren dürfen die Wähler in gut fünf Wochen nämlich Personen aus fünf Parteien oder Gruppierungen bestimmen, die einen der 27 Stühle im Stadtrat ergattern. Wobei es eigentlich nur 26 sind, denn einer bleibt dem parteilosen Bürgermeister Ralf Goebel vorbehalten, der nicht zur Wahl steht. Am 11. September 2011 gingen nur die CDU, die SPD, die Grünen und die FDP an den Start. Bei der kommenden Wahl kämpfen neben den etablierten Parteien auch Vertreter der Wählergemeinschaft Wir in Visselhövede (WiV) um die Stimmen. Und längst nicht alle Personen, die auf den Listen der Gruppierungen stehen, haben ein Parteibuch in der Tasche, sondern fühlen sich eher mit den Zielen der Organisationen verbunden.

Ein weiteres Novum in der Historie der Visselhöveder Kommunalwahlen ist in den Ortschaften Hiddingen und Nindorf zu verzeichnen. Denn dort wirbt lediglich jeweils eine Wählergemeinschaft um die Gunst ihrer Mitbürger. In Nindorf stehen fünf Kandidaten in den Startlöchern, in Hiddingen sind es sechs, die fernab jeglicher Parteifarbe Politik für ihren Ort machen wollen. Im Vorfeld war zu hören, dass das vor allem den mangelnden Bewerbern geschuldet sei.

In Wittorf und Jeddingen bewerben sich Vertreter aus den Parteien CDU. SPD und den Grünen um einen Sitz im Ortsrat, in Schwitschen nur Personen aus dem Lager der Union und der Sozialdemokraten.

Und bei dieser Wahl gibt es noch eine Neuerung: Die Wahlberechtigten bekommen nämlich nicht mehr die übliche Benachrichtigung, die bisher einer Postkarte glich, sondern „es gibt einen richtigen Brief ins Haus“, wie Mathias Haase von der Stadtverwaltung berichtet. „Mittlerweile gibt es für die Bürger so viele Informationen rund um die Wahl, dass die nicht mehr auf eine Postkarte passen“, so Haase, der um Aufmerksamkeit am Briefkasten bittet, damit „diese wichtige Benachrichtigung nicht versehentlich im Altpapier landet“. In der kommenden Woche dürfen die Wähler mit ihrem persönlichen Brief rechnen.

„Auf einer Seite ist auch das entsprechende Formular für die Briefwahl abgedruckt“, informiert Haase, der Herr der Wahlen und Zahlen am 11. September in Visselhövede. Wie bisher müsse die Benachrichtigung mit in das Wahllokal gebracht werden, wo die entsprechende Person im Wählerverzeichnis abgehakt werde. „In dem Brief steht auch die Adresse des Wahllokals, so dass eigentlich nichts schief gehen kann“, so Haase.

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