Grete Hoops veröffentlicht neues plattdeutsches Buch

Mitten aus dem Leben

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Mit „Dat geiht doch narms duller her as oppe Wilt“ hat Grete Hoops ihr mittlerweile 14. Buch auf Plattdeutsch veröffentlicht. 

Tarmstedt - Von Matthias Röhrs. Plattdeutsch ist ihr Element. Und das zeigt die Tarmstedterin Grete Hoops auch – deutlich. 14 Bücher in niederdeutscher Sprache hat die 81-Jährige seit 2001 mittlerweile geschrieben und veröffentlicht. Das neueste, „Dat geiht doch narms duller her as oppe Wilt“, ist erst erst vor Kurzem herausgekommen. Dabei hätte sie früher nie ans Schreiben gedacht.

„Eine Freundin hat mich sozusagen geschubst.“ Hoops sitzt aufrecht am Tisch, als sie sich an ihre Anfänge erinnert. Schon damals habe sie beim Kaffeeklatsch viel von früher erzählt. Aus Zeiten, in denen man noch „mehr auf dem Kopf gestellt“ habe. „Heute würde man die Polizei rufen“, sagt Hoops und lacht. Ihre Zuhörer drängten sie. „Schreib doch mal auf“, hieß es. Und das tat sie dann. Überarbeitete und überarbeitete, alles handschriftlich. „Mit Computern kenne ich mich nicht aus“, so die Autorin. Das Abtippen übernehmen Freundinnen und Nachbarinnen für sie.

Lesungen in ganz Norddeutschland

Damals war noch gar nicht abzusehen, mit welchem Erfolg sich ihre Kurzgeschichten verbreiten würden. Mehrere Zehntausend Exemplare hat sie verkauft, dazu kommen zwei mit ihren Geschichten versehene CDs. Mittlerweile fragen Liebhaber aus dem ganzen plattdeutschen Sprachraum ihre Bücher nach, in ganz Norddeutschland lädt man sie zu Lesungen ein. Gerade erst ist sie bei einer plattdeutschen Buchmesse in Hamburg aufgetreten. 

2015 hatte sie erstmal ein Jahr lang kein neues Buch herausgebracht, fragende Anrufe von Lesern und Buchhandlungen waren die Folge. Doch Hoops musste sie vertrösten. „Mir sind einfach die Geschichten ausgegangen.“

Von Feuerwehrmännern und Schlitzohren

Denn: Hoops Anekdoten basieren auf wahren Begebenheiten – hier und da mit anderen Namen und teilweise ergänzenden Details. „Es sind Alltagssituationen, die nicht so ablaufen, wie sie sollten“, erläutert die Tarmstedterin. Dabei hat sie längst nicht alles selbst erlebt, manche Geschichten wurden ihr auch von Freunden zugetragen. In „Dat geiht doch narms duller her as oppe Wilt“ lädt Hoops beispielsweise ihre Leser zu einer Modenschau ein, sie berichtet von der aufwendigen Suche nach Hannes, einem Feuerwehrmann, und erzählt viele kleine Anekdoten vom kleinen Schlitzohr Felix.

„Mein Vorteil ist, ich lebe inmitten des plattdeutschen Landes“, sagt Hoops. Von allen der unzähligen Sprachvariationen sei etwas dabei, alle könnten sie daher verstehen. Nicht nur das, auch viele heutzutage nicht mehr gebräuchliche Redewendungen und Worte seien dabei. „Die machen meinen Stil aus“, sagt Hoops. Falls das zu Schwierigkeiten führt, hat sie auch im neuen Buch ein kleines Glossar angelegt, in dem sie viele der verwendeten Worte und Sprüche erläutert.

„Dat geiht doch narms duller her as oppe Wilt“ ist im Isensee Verlag erschienen. Das 80 Seiten lange Werk ist für 8,50 Euro im Buchhandel erhältlich.

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