Bis 2014 sollen fast alle Haushalte im Kreis in den Breitband-Genuss kommen

Startschuss für den flächigen Ausbau des schnellen Netzes

Bs 2014 sollen alle rund 500 Kabelverzweiger im Landkreis mit den EWE-Tel-Technikschränken „überbaut“ werden. Gestern fassten (v.r.) Dirk Brameier (EWE), Landrat Hermann Luttmann, Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, Berater Kai Seim, Hans-Jürgen Geiß (EWE), Kreisrat Sven Höhl und die Leiterin des Breitbandprojektes in der Kreisverwaltung, Tanja Steinecke, den Stand der Dinge in Sachen landkreisweite Versorgung mit schnellem Internet vor. ·

Kreis Rotenburg - Spätestens im Jahre 2014 sollen neun von zehn Haushalten im Landkreis über einen schnellen Internetzugang verfügen.

Gestern fassten Landrat Hermann Luttmann, Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, die Projektverantwortlichen im Landkreis, externe Berater und der technische Geschäftsführer der EWE-Tel, Dirk Brameier, den Stand der Dinge im Kreishaus zusammen. Den Breitbandausbau bezuschussen Landkreis sowie Städte und Gemeinden mit insgesamt 11,3 Millionen Euro.

Wann konkret welcher Bereich im Landkreis in den Genuss des schnellen Internets kommt, steht nach den Sommerferien fest. Bis dahin sind die Ausbaupläne fertig, ist eine Hotline geschaltet. Berater Kai Seim, der das Projekt seit 2008 betreut und maßgeblich auch an den Notifizierungsverhandlungen mit der EU in Brüssel beteiligt war, warnt davor, bestehende Verträge jetzt schon zu kündigen und rät, sich genauestens über Vertragslaufzeiten, Anbieter und Leistungen zu informieren. Auch wenn die EWE das Netz ausbaut, so bleibt der Kunde in der Wahl des Providers frei.

Erste Pläne für den Breitbandausbau im Landkreis wurden 2008 geschmiedet. Umfragen in allen 13 Gebietskörperschaften des Landkreises unterstrichen den großen Bedarf. Die etablierten Anbieter winkten auf Nachfrage ab, der flächige Ausbau lohne nicht. Machbarkeitsstudien ergaben einen Investitionsbedarf von bis zu 150 Millionen Euro, wenn man Glasfaser in jedes Haus legt. Weit jenseits von gut und böse, befanden die Verantwortlichen im Kreishaus und favorisierten fortan den so genannten Überbau der Kabelverzweiger durch einen privaten Anbieter, verbunden mit Zuschüssen aus Kreis- und Gemeindehaushalten, um die verbleibende „Wirtschaftlichkeitslücke“ zu schließen. In Bereichen mit hoher Siedlungsdichte trägt sich der Breitbandausbau, in den schwach besiedelten ländlichen Bereichen nicht. Als Investitionskosten wurden seinerzeit 25 Millionen Euro errechnet. Die Erlaubnis (Notifizierung), dass öffentliches Geld an einen privaten Investor gezahlt werden darf (Stichwort: Wettbewerbsverzerrung), erteilte die EU in Brüssel Ende Januar nach aufwändigen, aber, wie es hieß, von allen Seiten überaus konstruktiv geführten Verhandlungen. Es folgte die europaweite Ausschreibung, aus der die EWE-Tel als Sieger hervorging.

Der Tempo bringende Glasfaser-Anschluss (Überbau) der rund 500 Kabelverzweiger (KVZ) an die 27 Hauptverteiler soll schwerpunktmäßig in den beiden nächsten Jahren erfolgen und 2014 abgeschlossen sein. Für den Anschluss der Haushalte wird‘s beim Kupferkabel bleiben. Anders als bei der Glasfaser, sinkt hier die Bandbreite mit wachsender Entfernung zum KVZ, was in der Konsequenz bedeutet, dass nicht alle Haushalte über die als Zielgröße formulierte Leistung von bis zu 50 MBit verfügen werden. Kleiner Trost für die, die hier zu kurz kommen: Parallel zum Ausbau des Breitbandnetzes wird nach Alternativen für die verbleibenden unterversorgten Bereiche gesucht. · sf

Anschlag in Ansbach: Syrer sprengt sich auf Festival in die Luft - Bilder

Anschlag in Ansbach: Syrer sprengt sich auf Festival in die Luft - Bilder

Wie werde ich..? Beton- und Stahlbetonbauer

Wie werde ich..? Beton- und Stahlbetonbauer

Bluttat in Reutlingen: Mann mit Machete tötet Frau

Bluttat in Reutlingen: Mann mit Machete tötet Frau

Werder-Training: Ohne Gálvez, mit Lorenz

Werder-Training: Ohne Gálvez, mit Lorenz

Meistgelesene Artikel

Mensch-Hund-Teams bei der Bundessiegerprüfung in Topform

Mensch-Hund-Teams bei der Bundessiegerprüfung in Topform

22-Jähriger bedroht Zugreisende mit Messer

22-Jähriger bedroht Zugreisende mit Messer

Für ein bisschen mehr

Für ein bisschen mehr

Kommentare