Zum Erntefest soll Hellweger Geschichtspavillon fertig sein

Die Zeitreise beginnt

Hans-Hermann Tramm vom Hellweger Mühlenhof-Team bringt die Vordrucke am Geschichtspavillon an. - Fotos: Diercks

Hellwege - Jetzt aber: Zum Erntefest am 3. September will der Mühlenhof in Hellwege seinen Geschichtspavillon komplettiert haben. Das Gebäude war Ende vergangenen Jahres fertig gestellt worden. Nach und nach hängten die Aktiven erste Vorschläge der künftigen Schautafeln hinein.

Die Einwohner waren dann während der Veranstaltungen auf dem Gelände neben dem Heimat- und Kulturhaus (HuK) an der Bremer Straße gebeten worden, sie sich durchzulesen und gegebenenfalls Anregungen zu geben. „Und das war gut so“, sagt Mühlenhofsprecher und Ex-Bürgermeister Eberhard Thies. „Gerade was die Geschichte der Höfe angeht, haben wir noch einige wichtige Hinweise erhalten.“

Kurz nachdem der Pavillon fertig war, hatte Kreis-Archäologe Stefan Hesse den Hellwegern eine Abhandlung über die Altertumsforschung des Dorfes geliefert. Ein großformatiger Ausdruck wurde erstellt und aufgehängt. So belegen laut Hesse Funde, dass Jäger und Sammler der mittleren Steinzeit (9600 bis 3600 vor Christus) die Gegend um Hellwege nutzten. 

Die Besucher des Pavillons erfahren viel Wissenswertes über die Geschichte des Ortes.

Die ersten bäuerlichen Aktivitäten benennt der Archäologe für die Jungsteinzeit (3600 bis 1700 vor Christus). Nach der älteren Eiszeit (700 bis 400 vor Christus) kehrte Ruhe ein und eine „Siedlungslücke“ entstand. „Menschliche Aktivitäten lassen sich erst wieder im ersten, zweiten und seit dem achten Jahrhundert nachweisen“, teilt Hesse auf der Tafel mit.

Im Uhrzeigersinn einen Schritt weiter im Geschichts-pavillon gibt es derzeit die Erläuterung zum Hellweger Wappen zu sehen. Danach geht es mit der Zeitreise im Jahr 1945 los. Genauer gesagt am 21. April 1945, als Hellwege von den Engländern eingenommen wird, bei der 13 Menschen sterben. Vorerst endet der historische Trip im Jahre 2016 mit dem Hinweis, dass die Gemeinde das Baugebiet „Am Sandgraben“ plant.

Spannend war für Thies die Geschichte durchs Dorf, was die alten Hofstellen anging. Hausnummer eins, Koopmann, wurde 1794 gebaut und dann im 1945 im Krieg zerstört. Heute ist das die Dorstraße 15. 1788 war Meyers Häuslingshaus erbaut worden, heute Küsel, Bosdorfer Straße.

Die alten Fotos und Geschichten zu den Häusern sind äußerst faszinierend. Selbst im 19. Jahrhundert zogen alte Fachwerkhäuser schon mal um. So entstand 1865 der Hof Gerken. Das Fachwerkhaus war in Völkersen ab- und im selben Jahr in Hellwege von Hinrich Schröder wieder aufgebaut worden.

Besucher des Pavillons erfahren durch die derzeit aushängenden Vordrucke schon viel. Jetzt dürfen alle Einwohner auf die offizielle Eröffnung mit den richtigen Schautafeln gespannt sein.

Von Bettina Diercks

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