Horstedter Eltern dürfen einen Obstbaum für ihre Neugeborenen aussuchen / Allee in Winkeldorf eingeweiht

Die Wahl zwischen Äpfeln, Kirschen und Mirabellen

Auch Lias, Sophia und Ole helfen mit, den Baum der Familie Borchers zu pflanzen. - Foto: ho

Winkeldorf - In einigen Jahren dürfen elf Kinder der Gemeinde Horstedt in Winkeldorf Äpfel, Kirschen und weitere Früchte ernten. Für sie ist nämlich jetzt die erste Kinderbaumallee in der Gemeinde angelegt worden. Damit wurde ein Beschluss des Horstedter Gemeinderates umgesetzt, der bei der Schaffung einer Ausgleichsfläche gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

„Es ist mir eine große Herzensangelegenheit“, meinte Bürgermeister Michael Schröck, der viel Wert auf gemeinsame Aktionen aller drei Ortsteile der Gemeinde legt, zum Projekt. Die Einladung zu einer gemeinsamen Pflanzaktion hatten die Eltern von sechs der elf Kinder angenommen.

Die notwendigen Vorarbeiten im Seitenraum am Winkeldorfer Ortsausgang erledigte Wilfried Kienetz. Mit dem Schlepper vor Ort war auch Hans-Hermann Windler. Der Bürgermeister ließ es sich dann nicht nehmen, die ersten drei Pflanzgruben für die Bäume selbst zu schaffen. Dafür musste er aber nicht Schaufel und Spaten in die Hand nehmen, sondern nur geschickt mit dem Trecker von Thorben Fajen umgehen. Und das klappte hervorragend, so dass innerhalb von kurzer Zeit der notwendige Boden ausgehoben war.

„Eine tolle Idee“, zeigten sich Nicole und Stephan Wartewig aus Winkeldorf begeistert, die zwei Wochen vorher einen Fernsehbeitrag über eine ähnliche Aktion gesehen hatten. „Ich kannte so etwas schon aus Hamburg“, erzählt Stephan Wartewig. Seine Tochter Sophie darf sich, wenn die Bäume Früchte tragen, über Grahams Jubiläumsäpfel freuen, denn die Ernte steht den Kindern zu. Der Baum, der auf Gemeindegrund steht, bleibt aber im Eigentum der Gemeinde. Sicherlich führt so mancher Familienausflug dorthin.

Noch nie von einer solchen Aktion gehört hatte Anett Benkendorf, bei der Kindheitserinnerungen geweckt wurden. „Meine Oma hat mir damals eine Mirabelle gepflanzt, die ich gießen und pflegen durfte“, verriet die gebürtige Sachsen-Anhalterin. Daher war für sie sofort klar, dass es für ihren Sohn Sam ein Mirabellenbaum sein soll. Ihnen überreichte Michael Schröck auch als erstes die Urkunde.

Gleich zwei Bäume durften Janina und Thomas Borchers auswählen, denn bei ihnen haben im August die Zwillinge Len und Mats das Licht der Welt erblickt. Sie wählten für ihre Kinder jeweils einen Apfelbaum aus. Ehrensache, dass der große Bruder Ole (3) dabei half, den Altländer Jakobsapfel und den Jonagold-Stamm mit Erde zu bedecken. Dagegen ließen sich Elsa und Boran Szczesny überraschen. Für ihre Tochter Eda Chloé wurde eine große schwarze Knorpelkirsche ausgesucht. - ho

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