Laienspielgruppe der Hassendorfer Feuerwehr feiert gelungene Premiere

Unerwartete Vaterfreuden

„Riechsalz, wo ist das Riechsalz? – Das Premierenpublikum hatte einfach nur Spaß, dem Stück zu folgen. - Foto: Daus

Hassendorf - Von Matthias Daus. Wenn die Laienspielgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hassendorf ein plattdeutsches Theaterstück zur Aufführung bringt, dann ist das die beste Werbung für einen Dialekt, der eng verbunden ist mit der Region, in der wir leben. So geschehen am Samstagabend im ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus.

In dem Lustspiel „Dat kümmt in de besten Familien vör“ gibt es reichlich Verwicklungen und wer des Plattdeutschen nicht mächtig ist, könnte jetzt denken, dass er der Handlung deshalb nicht folgen kann. Eine unbegründete Sorge, wie sich bei der Premiere herausstellen sollte. Die Akteure sprachen laut und deutlich und mit einem bisschen guten Willen war jedes Wort zu verstehen oder aus der Handlung heraus zu erschließen.

Doch zurück zum Stück: Alles dreht sich um die Familie Reichert, deren Leben kräftig durcheinander gerüttelt wird, als eines Nachts ein Korb vor der Tür abgestellt wird. Darin befindet sich ein Kind und ein Brief, in dem steht, dass das Kind zu seinem Vater solle. Doch wer ist nun der Vater? Die drei Söhne der Reicherts, Hinnerk (Andreas Rugen), Maarten (Sven Peter) und Thomas (Claas Rechten) benehmen sich jedenfalls höchst verdächtig und auch Familienoberhaupt Herbert Reichert (Hinrich Buthmann) fühlt sich nicht recht wohl in seiner Haut, was bei seiner Gattin Lenchen (Helga Brand) zu der einen oder anderen Ohnmacht führt.

Lenchens Schwester Mathilde (Hanna Rugen) nimmt die Ermittlungen in die Hand und Butler Johann (Philipp Willenbrock) unterstützt sie dabei. Aber hat der auch eine reine Weste? Komplettiert wird das Chaos durch eine Tänzerin (Frauke Holste), eine eifersüchtige Ehefrau (Rebekka Intemann), einer geheimnisvollen Frau aus der Stadt (Katrin Holsten), Opa Reichert (Gerjet Fecht), seiner Krankenschwester (Jutta Rechten) und einer gewissen Hilda (Sandra Holsten).

Wer dabei mit wem verbandelt ist, ob sich auch die Frage der Mutterschaft eindeutig klären lässt und welche Rolle Pastor Sievers (Holger Schloen) bei dem Ganzen spielt, erfährt das Publikum in drei turbulenten Akten. Auch wenn die Verwicklungen zuweilen groß sind, kann man der Handlung durchgehend gut folgen und das Platt-deutsch verleiht dem Ganzen zusätzlich einen besonderen Charme. Mit rund 300 Zuschauern war die Premiere bis auf den letzten Platz ausverkauft, worüber Hermann Rugen, der vor Beginn der Vorstellung noch eine kleine Ansprache (selbstverständlich auch auf Platt) hielt und sogar eine Zuschauergruppe aus dem Allgäu begrüßen konnte, sichtlich erfreut war.

Auffallend war auch der große Anteil an Kindern, die in der vordersten Reihe Platz fanden, und bei denen eine kurze Kuss-Szene für einen Aufschrei des Entsetzens sorgte – sehr zum Vergnügen aller Anwesenden.

„Dat kümmt in de besten Familien vör“ ist noch am kommenden Dienstag und Mittwoch sowie am Freitag, 2., und Samstag, 3. Dezember, im DGH Hassendorf zu sehen. Beginn ist „jümmers um Klock half acht“.

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