Zweitklässler auf dem Bauernhof

Pizza, Pommes und Waffeln

Gebannt verfolgen die Kinder die Erklärungen von Anja Küsel. - Fotos: Holsten-Körner

Horstedt - Von Antje Holsten-Körner. Belana, Goldmarie und Mungo – das sind nur drei der 14 Kartoffelsorten, die auf dem Hof der Müller GbR in Oldendorf angebaut werden. Jetzt hatten die Zweitklässler der Horstedter Grundschule im Rahmen des Projektes „Vom Hof auf den Teller“, einer gemeinsamen Initiative des Niedersächsischen Landvolks, den Landfrauen und der Bingo-Umweltstiftung, die Gelegenheit, viel über die Erdäpfel zu erfahren.

Auch das Schneiden der Zwiebel muss beim Kochen in der Schulküche sein.

Für den ersten Teil waren die Mädchen und Jungen nach Oldendorf eingeladen. „Der Kontakt kam über Isabel zustande, dessen Opa den Kartoffelhof bewirtschaftet“, erklärte Doris Rethmeier, Ortsvertrauensfrau der Landfrauen. Erste Station der Kinder, die von Andrea Schröck, Katja Hübner sowie den Pädagoginnen Karin Volkmer und Maike Jüttner begleitet wurden, war das Kartoffelfeld.

Dort erfuhren die Kinder von Melanie Köster und Henry Müller nicht nur Interessantes über die Technik, sondern die Mädchen und Jungen durften sogar selbst auf den Roder klettern. Weiter ging es auf dem Hof, wo ihnen viel Wissen vermittelt wurde. Zum Abschluss durfte sich jeder einen Sack Kartoffeln mit nach Hause nehmen. „Außerdem bekamen wir besonders stärkehaltige Kartoffeln geschenkt, mit denen wir unsere Löwenzahntaschen bedrucken konnten“, berichtete Klassenlehrerin Maike Jüttner erfreut.

Eine Woche später ging es weiter in der schuleigenen Küche. Unter Anleitung der speziell ausgebildeten Landfrauen Gaby Meyer und Anja Küsel durften die Kinder, nachdem eine halbe Stunde Theorie auf dem Programm stand, gleich mehrere Gerichte aus den mitgebrachten Knollen zubereiten.

Kinder zeigen viel Geschick

Ein bisschen Naschen zwischendurch darf auch mal sein, das denken sich auch Janine (l.) und Felina.

Dazu gehörte Kartoffelpizza genauso wie Waffelherzen, Kartoffelsuppe und Pommes. Trotz ihrer jungen Jahre zeigten sich viele Kinder geschickt im Umgang mit den Küchenutensilien. „Ich helfe am Wochenende immer beim Kochen des Mittagessens“, verriet sie siebenjährige Felina. Um Frühstück und Abendbrot kümmert sie sich sogar alleine.

Auch Emma (8) steht zu Hause gerne in der Küche. „Ich backe mit Mama“, erzählte sie. Für den Kochtag hatte sie sich die Schürze und Kochmütze ihrer Schwester ausgeliehen. Am besten gefielen der Achtjährigen auf dem Hof die Schweine. Dagegen war für Ben der Kartoffelroder der Höhepunkt des Ausfluges. Sehr angetan von der Aktion zeigte sich Maike Jüttner. 

„Ich bin jedes Mal begeistert, wenn die Kinder die Chance haben, mehr über so ein wichtiges Thema wie die Landwirtschaft zu erfahren“, sagte die Pädagogin. Es sei wichtig für die Schüler, meinte sie weiter, mehr über die Lebensmittel und deren Verwendung zu erfahren. Zum Abschluss der gelungenen Aktion durften die Zweitklässler ihre Gerichte verspeisen.

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