Hassendorfer Singkreis ist immer offen für neue Chormitglieder

Neue Freunde durch gemeinsames Musizieren

Johannes Kaußler (l.) und Klaus-Dieter Jontas vom Hassendorfer Singkreis sind auf der Suche nach weiteren Mitstreitern, die Spaß an Kunstliedern der Romantik haben. - Foto: Stahl

Hassendorf - Von Heidi Stahl. Seit mehr als vierzig Jahren besteht in Hassendorf ein engagierter und fröhlicher Chor, der die Liebe zu niveauvoller Musik mit einem besonderen Gemeinschaftsgefühl verbindet. „Wo man singt, da lass sich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“ könnte der Wahlspruch dieser Sänger sein.

Die Hassendorferin Siever-Johanna Breitschuh hatte den Chor 1975 ins Leben gerufen und lange Jahre bei vielen Konzerten und jahreszeitlichen Veranstaltungen geleitet. Auch an Chorwettbewerben in ganz Deutschland hat der Singkreis mit einigen Erfolgen teilgenommen. 2010 übergab Breitschuh den Taktstock an Johannes Kaußler, den renommierten Kirchenmusiker und Leiter des Wümme-Wieste Chores.

Gemeinsam mit dem Sprecher des Singkreises, Klaus-Dieter Jontas, nahm Kaußler jetzt die Gelegenheit einer Chorprobe wahr, um für neue Sänger zu werben. Von ehemals vierzig Mitgliedern ist der Chor in den vergangenen Jahren durch Wegzug, veränderte Arbeitsbedingungen und auch aus Altergründen auf inzwischen zwanzig aktive Mitglieder geschrumpft. Das finden Dirigent und Sänger bedauerlich und wollen das gerne ändern.

Schwerpunkt auf der Tradition

„Unsere Eintrittsschwelle ist eigentlich sehr niedrig“, sagt Jontas, man müsse nicht einmal Noten lesen können, nur Freude an niveauvoller Musik haben. „Sein Instrument hat jeder mit seiner Stimme immer dabei“, so der Sprecher weiter.

Dennoch sollte sich jeder über die Ziele des Singkreises bewusst sein. Kaußler legt den Schwerpunkt auf die Tradition der Kunstlieder der Romantik und des frühen 20. Jahrhunderts, Lieder mit einer gehobenen Volkstümlichkeit. Wer nach Gospel, Operette, Filmmusik oder Hits aus den Charts sucht, wird in Hassendorf nicht fündig werden.

Dennoch kommen traditionelle Kirchen- oder Weihnachtslieder, beispielsweise bei dem anstehenden Konzert mit der Weihnachtsmotette von Friedrich Silcher am 17. Dezember, nicht zu kurz. Die Proben für dieses Weihnachtskonzert beginnen jetzt und wären ein guter Einstieg für Neulinge, die in dieser Gemeinschaft gerne aufgenommen werden, sind die Verantwortlichen überzeugt.

„Gerade für neu zugezogene Bürger ist so ein Chor ein guter Einstieg zur Integration in das gewachsene dörfliche Leben, was bekanntlich nicht immer einfach ist. Die Liebe zur Musik ist eine gemeinschaftliche Basis über die man neue, gleichgesinnte Freunde finden kann“, verspricht Kaußler.

Unterstützung für neue Sänger

Die „alten Hasen“ könnten Patenschaften für die neuen Sänger übernehmen und ihnen den Einstieg in die musikalischen Anforderungen des Singkreises ein wenig erleichtern. Wer den gesunden Stressabbau und die allgemein bekannte Aktivierung aller Sinne durch gemeinschaftliches Singen einmal ausprobieren möchte, kann einfach zu den Chorproben jeweils donnerstags von 20 bis 21.30 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus in Hassendorf kommen und dort vielleicht neue Freunde und eine kulturelle Freizeitbeschäftigung finden.

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