Richtfest: Anbau der K&S-Gruppe in Sottrum steht unter einem guten Stern

Die Flasche zerspringt

Die Flasche ist zersprungen, der Hammer hat seinen Dienst getan, jetzt kann beim Neubau eigentlich nichts mehr schiefgehen. - Fotos: jet

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Schon von weitem ist die große Richtkrone auf dem Gelände von K&S an der Rotenburger Straße in Sottrum zu sehen. Nach und nach wächst das Unternehmen, nach dem ersten Anbau vor etwa acht Jahren folgt nun der zweite. Und obwohl die Räumlichkeiten so simpel gebaut sind – die drei Gebäude sind jeweils quadratisch angelegt und die Büros befinden sich schlauchartig um das Treppenhaus in der Mitte herum – kommt es immer wieder vor, dass sich dort Besucher verlaufen.

Was bei dem Architekten Clemens Jacobs und Bauleiter Steffen Huth vom ausführenden Tochterunternehmen Elbe-Bau beim Richtfest für Erheiterung sorgt, stößt bei der Redakteurin auf Verständnis. Als Außenstehender ist es gar nicht so einfach, bei den vielen Treppen und Räumen noch den Durchblick zu behalten. Bei dem Rundgang durch den Neubau fällt so langsam auf, wie sich das Konzept durch die jeweiligen Gebäude zieht.

Alle acht Jahre ein Anbau

Knapp acht Jahre liegen jeweils zwischen den drei Bauten auf dem Grundstück an der Rotenburger Straße. Wichtig war den Beteiligten, dass sich die Anbauten in das bestehende Bild einfügen. Daher ist auch versucht worden, die Fassade an allen Gebäuden zumindest gleich aussehen zu lassen. Die identischen Steine gab es nämlich schon beim ersten Erweiterungsbau nicht mehr, verraten Jacobs und Huth.

Etwa drei Millionen Euro sind für den Neubau eingeplant gewesen. „Bisher liegen wir auch noch im Rahmen“, berichtet Architekt Clemens Jacobs. Doch es kann noch nicht abschließend gesagt werden, ob der Finanzrahmen ausreicht, gibt Bauleiter Steffen Huth zu bedenken, der berichtet, dass die Trockenbauer gestern erst mit der Arbeit starten konnten.

Der Anbau hat abgesehen von Büros noch ein bisschen mehr zu bieten. Neben einer großen Cafeteria, an die ein Wintergarten angrenzt, sowie im Außenbereich einem Atriumgarten, der zum Beispiel für sportliche Aktivitäten wie Basketball von den Mitarbeitern genutzt werden kann, gibt es auch einen extra Fitnessraum. „Den gab es in den alten Gebäuden auch schon einmal, er musste aber aus Platzmangel neuen Büros weichen“, erklärt Jacobs.

Eine Besonderheit gibt es übrigens, verrät der Architekt: „Es muss möglich sein, das zweite und dritte Gebäude voneinander zu trennen.“ Das ist nötig, weil das Grundstück, auf dem die ersten beiden Bauten stehen, von K&S nur angemietet ist. Der Neubau steht auf einem Grundstück des Unternehmens.

Die Verantwortlichen haben auch aus Versäumnissen in der Vergangenheit gelernt. So entsteht nun zwischen dem zweiten und dritten Gebäude auf jeder Ebene ein Durchgang. Beim ersten Anbau ist das nur auf einer Etage möglich. Die Durchgänge dienen auch als Meeting-Points und als Schulungs- und Präventionsräume.

Richtfest bei K&S in Sottrum 

Bis Mitte Februar sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Ich bin selbst überrascht, wie schnell das immer wieder geht“, sagt Jacobs über den Verlauf der Arbeiten, die im April begonnen haben. Wenn alles fertig ist, kann die komplette Buchhaltung in den Neubau mit weiteren 60 Arbeitsplätzen umziehen. „Bis März sollten wir dann alle Kinderkrankheiten beseitigt haben“, so Huth. Und das sollte klappen, denn immerhin ist die Flasche Schnaps beim Richtspruch in 1 000 Scherben zersprungen – der Bau steht also unter einem guten Stern.

Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) lässt es sich auch nicht nehmen, beim Richtfest vorbeizuschauen und natürlich ein Geschenk mitzubringen: einen Gutschein für einen Baum. „Das ist ein Symbol, damit das Unternehmen wie der Baum weiter wachsen soll.“

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