Bettina Diercks und Piet Diercks wollen Ahauser Geschichten und Gesichter porträtieren

„Ein bedeutendes Projekt“

Noch sind Piet Diercks und Bettina Diercks entspannt. Sie planen Geschichten und Porträts von Bürgern aus der Gemeinde Ahausen. - Foto: Quebe

Ahausen - Von Inken Quebe. Die Gemeinde Ahausen zählt etwa 1 800 Einwohner – die einen zugezogen, die anderen schon ewig dort verwurzelt, wieder andere sind Rückkehrer oder suchten Zuflucht. Und bei vielen stecken sicher interessante Geschichten hinter dem Bezug zu den Ortschaften Ahausen und Eversen – und genau die herauszufinden, haben sich der Fotograf Piet Diercks und die Autorin Bettina Diercks zur Aufgabe gemacht.

Die Idee sei schon im vergangenen Jahr aufgekommen, als Piet Diercks erneut beim Ahauser Herbst in der Marien-Kirche ausstellen wollte. „Da war das alles noch etwas vage“, erinnert sich Bettina Diercks an die damaligen Gespräche. Die Idee: „Es geht darum, ausgewählte Menschen aus Ahausen und Eversen zu porträtieren, ihre Verbundenheit mit der Gemeinde zu erzählen“, erklärt Piet Diercks, der mit seiner Namensvetterin im Übrigen nicht verwandt ist. Der leidenschaftliche Fotograf macht – wie er es nennt – Charakterporträts während Bettina Diercks die Geschichten aus dem jeweiligen Interviewpartner herauskitzelt und im Anschluss niederschreibt. So soll ein Querschnitt der Ahauser Bevölkerung entstehen. Die Interviewpartner sollen ihren persönlichen Bezug zur Gemeinde Ahausen erklären.

Die von Piet Diercks geschossenen Fotos werden in Schwarz-Weiß sein. So hat es bei ihm mit der Fotografie auch angefangen: „Früher habe ich immer schwarz-weiß fotografiert“, erzählt er. Und bei Porträts ist es so geblieben. Er setzt auf härteres Licht, um gerade die Falten mehr herauszuarbeiten: „Ich finde, dadurch werden die Porträts prägnanter, die Person hat mehr Gesichtsausdruck“, erklärt Piet Diercks, der sich das Fotografieren selbst beigebracht hat und inzwischen nebenberuflich als Fotograf arbeitet. Für den Schönheitswahn hat er, wie er selbst sagt, nichts übrig, er ist für mehr Natürlichkeit. Das soll auch bei diesem Gemeinschaftsprojekt zum Ausdruck kommen.

„Unser Ziel ist es, 15 bis 20 Personen zu porträtieren“, sagt Bettina Diercks. Gemeinsam mit Carsten Kaßburg, Vorsitzendem des Ahauser Heimatvereins, hat sie schon eine Vorauswahl für interessante Persönlichkeiten gewählt, die beide selbst kennen. „Denn es sollen diesmal nicht die Menschen im Fokus stehen, über die sowieso berichtet wird“, erklärt die Autorin den Hintergrund. Es sollen so gut wie alle Altersklassen – abgesehen von Kindern – vertreten sein. Die Personen in der Vorauswahl sind zwischen 30 und 90 Jahre alt, doch festgelegt sei das noch nicht, berichtet Bettina Diercks. „Auch junge Menschen können eine Geschichte haben“, ergänzt Piet Diercks. Die beiden sind von ihrem Vorhaben überzeugt, Bettina Diercks findet gar: „Es ist ein bedeutendes Projekt für die Gemeinde.“ Sie ist gespannt, was die Menschen für Geschichten zu erzählen haben.

Und dort, wo die Idee zu dem Ganzen entstanden ist, soll das Resultat dann auch zum Vorschein kommen. Für den Ahauser Herbst ist wiederum eine Ausstellung unter dem Titel „ Ahauser Geschichten, Ahauser Gesichter“ in der Marien-Kirche geplant. Diese wird dort vom 27. bis zum 30. Oktober zu sehen sein. Wer dort letztendlich porträtiert wird, steht aber noch nicht ganz fest. „Wer Bock hat mitzumachen oder jemanden kennt, kann sich gerne melden“, sagt Bettina Diercks. Dafür ist sie telefonisch unter 0172 / 4168438 oder per E-Mail an bediercks@web.de zu erreichen.

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