Zeitreise mit Oldtimern auf dem Mühlenhofgelände in Hellwege

Echte Hingucker – auch auf dem Parkplatz

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Mit so viel Andrang hatten die Veranstalter nicht gerechnet: Schon früh muss ein weiterer Grill aufgestellt werden.

Hellwege - Von Bettina Diercks. Die große Resonanz auf Zeitreise und Flohmarkt in Hellwege hat die Erwartungen übertroffen: Beides zusammen hat zahlreiche Besucher auf das Gelände des Mühlenhofes an der Bremer Straße gezogen. So viele, dass mittags spontan ein weiterer Grill aufgestellt werden musste.

Schon vor Beginn der Veranstaltung füllten sich Parkplätze und Veranstaltungsgelände. Der Großteil der ersten Gäste nahm vor allem die 39 Flohmarktstände unter die Lupe, um sich begehrte Sammlerobjekte und seltene Kleinode zu sichern. Das Sortiment war vielfältig und abwechslungsreich.

Definitiv ein Hingucker: die auffällig getunte Honda mit grüner Verkleidung und frisiertem Totenkopf als Frontteil. - Fotos: Diercks

Richtige Hingucker waren allerdings die Oldtimer, die sich sowohl in die offizielle Zeitreise der Veranstalter einreihten, als auch in den Parkplatzreihen zu finden waren. Echte Fans und Besitzer alter Fahrzeuge reisen zu solchen Gelegenheiten natürlich mit ihrem eigenen Vehikel an. 34 Fahrzeuge fanden sich alleine in der Zeitreise wieder.

Viel Beachtung fand das Hochrad aus dem Jahre 1890, aber vor allem auch alle älteren Zweiräder. Darunter befand sich eine knallrote Kreidler Florett als Moped, Baujahr 1959, mit 3,6 PS, Klauenschaltgetriebe und angetrieben von einem liegend eingebauten Einzylinder-Zweitaktmotor mit Gebläsekühlung.

Alle Fahrzeug, ob restaurierter Oldtimer oder Neufahrzeug wie Elektro-Fahrrad und Auto (BMW mit 170 PS) sowie der Fendt Vario 828, der hoch wie ein Haus wirkte und mit beeindruckenden 280 Pferdestärken um die Ecke kommt, fanden zahlreiche Bewunderer. Das stelle man sich einmal in echt vor: 280 Pferde vor einem Pflug! Ein Hingucker, aber nicht jedermanns Geschmack war eine auffällig getunte Honda mit grüner Verkleidung und frisiertem Totenkopf als Frontteil.

Begeistert zeigten sich viele Besucher vom Lastenwagen, Baujahr 1932. Die Kutsche hatte die Montagsgruppe des Mühlenhofteams in diesem Sommer restauriert und zeigte die gerade abgeschlossen Arbeit jetzt erstmal der Öffentlichkeit. Damit avanciert Hellwege tatsächlich schon zur „historischen Hochburg“, wie Günter Wellbrock, der zum Team gehört, bereits im Vorfeld gescherzt hatte.

Und noch etwas fiel aufmerksamen Gästen auf: eine Kutsche, genauer gesagt ein Kletschwagen. Das Reisegefährt, auch Kalesche genannte, wurde kürzlich dem Mühlenhofteam geschenkt. Wilfried Wolters aus Hassendorf hatte ihn etwa 1960 bei sich eingemottet, als sein Großvater nicht mehr auf den Kutschbock kam. Über den Wagen, der etwa dem Baujahr 1903 entstammt, kennt Wolters viele Geschichten, die ihm seine 1908 geborene Großmutter erzählte. Zum Beispiel, dass der Kletschwagen früher für die Fahrt von Thedinghausen nach Bruchhausen-Vilsen zum „Brokser Heiratsmarkt“ genutzt wurde. Die Kutsche befindet sich in einem guten Zustand und besteht vollständig aus Originalteilen. Deshalb überlegt die Montagsgruppe, ob sie überhaupt Hand anlegt oder sich ein Spezialöl besorgt, um das Stück so zu bewahren, wie es ist.

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