Umgestaltung des Mehrzweckgebäudes geht voran

Besuch vom Bürgermeister

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Die Umgestaltungspläne am Mehrzweckgebäude in Reeßum kommen voran.

Reeßum - Das Reeßumer Mehrzweckgebäude nimmt konkrete Formen an. Derzeit arbeitet das Architekturbüro Ellwanger und Menzel, das mit der weiteren Planung beauftragt ist, die von Kindergartenleitung, Sportvereinsvorstand sowie Ratsmitgliedern geäußerten Umgestaltungswünsche bei der Raumaufteilung ein. Am Grundriss seien keine Veränderungen notwendig. „Wenn die Zeichnungen fertig sind, werden wir die Interessierten zu einer weiteren Gesprächsrunde einladen“, sagte Reeßums Bürgermeister Wilfried Kirchner (CDU), der während der Ratssitzung einen Sachstandsbericht zu dem Großprojekt abgab.

Zwar liegt ein Ratsbeschluss über den Bau mit einem Volumen von rund 1,4 Millionen Euro bereits vor, doch stehe der Bewilligungsbescheid über die versprochenen Zuschüsse noch aus. Und die sind nicht unerheblich, denn allein über das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg sollen 633.000 Euro vermittelt werden.

Zusätzlich hat der TuS Reeßum 100.000 Euro für den Sportabschnitt beantragt. Dazu war es notwendig, die Kostenschätzung zu überarbeiten, denn das vorher beauftragte Architekturbüro hätte nur mit pauschalen Kostenansätzen gearbeitet, die von der Behörde nicht akzeptiert worden seien.

Inzwischen habe das neue Büro dies überarbeitet und die Gemeinde weitere Schritte eingeleitet. „Wir haben geliefert“, meinte Kirchner. Daher warte er jeden Tag auf den Zuwendungsbescheid aus Verden. Erst wenn der Bürgermeister diesen in Händen hält, könne mit dem Bau begonnen werden.

Wenn alles optimal läuft, könne – nach den Schätzungen von Ellwanger und Menzel – das Gebäude im Herbst 2017 fertig sein. Dann ist Wilfried Kirchner bereits außer Dienst, denn bei der Kommunalwahl am 11. September steht er nicht mehr als Kandidat zur Verfügung.

Für seine letzte Ratssitzung hatte sich der Bürgermeister eine kleine Besonderheit ausgedacht. „Jetzt mache ich mal etwas, was ich in 25 Jahren noch nie gemacht habe“, sagte er und setzte sich zur Bürgerfragestunde zu den anwesenden Reeßumern. Und die hatten allerhand auf dem Herzen. „Beim Schützenhaus in Taaken müssen gemäß Landkreis die Parkplätze sichtbar sein“, erklärte Dieter Precht und fragte: „Kann da Glyphosat gespritzt werden?“ Dies wurde mit einem entschiedenen „Nein“ beantwortet.

Während Ratsherr Marco Körner (Grüne) „Unkraut jäten und anschließend den Schotter wieder befestigen“ vorschlug, plädierte Herbert Cordes (CDU) für „abmähen“. „In trockenen Jahren wird das Gras sowieso zurückgehen“, so der Christdemokrat. Auf Vorschlag von Reinhard Hops soll bei Agravis nachgefragt werden, ob das dort vorhandene Gerät, das mit Heißluft Unkraut längerfristig beseitigen soll, verliehen wird.

Fragen gab es auch zum geplanten Schweinestall. „Wir haben damals nicht zugestimmt, aber der Landkreis kann als übergeordnete Stelle das Einvernehmen herstellen“, so der Gemeindechef. Sollte dies vorgenommen werden, bestünde für die beteiligten Bürger und die Gemeinde die Möglichkeit, eine Klage einzureichen.

Auch zur Flurbereinigung Ottersberg, wovon mit einem kleinen Teilstück Reeßum betroffen ist, und zur Entwässerung gab es Nachfragen. „Der Landkreis wird viele Vorhaben erst genehmigen, wenn ein Generalentwässerungsplan vorliegt“, so Kirchner. Dieser sei für die Samtgemeinde Sottrum zwar angeschoben, aber für die Fertigstellung gebe es noch keinen Termin. 

ho

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