Basis für die Feuerwehr

Jugendwehren gehen auf Nachtorientierungsmarsch

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So sehen Sieger aus: Die Reeßumer Nachwuchsbrandschützer haben sich den Pokal beim Nachtorientierungsmarsch in Taaken geholt.

Taaken - Von Antje Holsten-Körner. Vor 15 Jahren wurde die Reeßumer Jugendwehr gemeinsam von den Ortsfeuerwehren Reeßum, Taaken, Clüversborstel und Schleeßel gegründet. Und zu diesem feierlichen Anlass haben die Beteiligten in Taaken gemeinsam einen Nachtorientierungsmarsch ausgerichtet.

„Sonst wären wir erst ein Jahr später an der Reihe gewesen“, erklärte Jürgen Lohmann, seit der ersten Stunde Jugendfeuerwehrwart in Reeßum. Die Einladung angenommen hatten nicht nur Jugendwehren aus der Samtgemeinde, sondern auch aus Gyhum/Hesedorf, Ottersberg, Posthausen und Quelkhorn/Fischerhude.

Luca holte mit dem Reifen ein Punkt für sein Team.

Auf die Teilnehmer warteten sechs Stationen, die sich über die Feldmark und den Ort verteilten. Nach dem Start vorm Schützenhaus hieß die erste Aufgabe, alle auf dem Boden liegenden Rohre, Schläuche und Kupplungen zu verbinden. „Es gibt gleich mehrere Lösungen“, verriet Julian Loh. Den Rekord stellte das Gastgeberteam selbst auf, denn sie erfüllten innerhalb von eineinhalb Minuten die Aufgabe.

Weiter ging es in Richtung Ort, wo Autoreifen über einen Pfahl geworden werden mussten. Mit fünf Treffern lag Reeßum weiter gut im Rennen. Außerdem warteten Torwandschießen, ein Parcours sowie Flaschenwerfen auf die Teilnehmer.

Bei Landtechnik Müller galt es, einen Anhänger zu bergen. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Stuckenborstel stellte sich dabei besonders geschickt an, denn Justin Till kniete unter dem Anhänger, um so seinen Mitstreitern Tipps zu geben. Zusätzlich konnte jede Gruppe Punkte sammeln, wenn sie möglichst viele Fragen rund um das Feuerwehrwesen und Allgemeinwissen, die Gemeindejugendwart Jens Schiller ausgearbeitet hatte, richtig beantwortete. Trotzdem reichte es für Stuckenborstel aber nicht zu einem der vorderen Plätze.

Den Gesamtsieg sicherten sich mit 95 Punkten die Gastgeber aus Reeßum. Mit nur zwei Punkte weniger ging der zweite Platz an Hassendorf, die sehr gut beim Parcours, dem Zusammenbau der wasserführenden Armaturen und dem Fragebogen abschnitten. Platz drei durfte das zweite Team aus Fischerhude/Quelkhorn mit nach Hause nehmen, den vierten Rang belegte Posthausen.

„Es hat viel Spiel gemacht“, meinte Jens Schiller, der eine Gruppe von Station zu Station begleitete. Auch Hans-Dieter von Elling, einer der damaligen Gründerväter der Reeßumer Jugendwehr, nahm sich den ganzen Abend Zeit und begleitete die Nachwuchsbrandschützer. Ebenfalls dabei war Ratsmitglied Jens Lohmann. „Wenn bei uns früher der Samtgemeindebürgermeister Wilhelm Schröder mitging, war es etwas Besonderes“, erinnerte sich Lohmann, selbst Mitglied der Taakener Wehr. Aktiv beteiligt waren mit Julian Loh und Claus Bösen, die für ihre Wehren den Dienst an einer Station übernahmen, noch zwei weitere Reeßumer Ratsmitglieder.

Eine weitere Tradition aus den Zeiten von Wilhelm Schröder gibt es immer noch. So erhielt jeder Teilnehmer aus den Händen von Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag eine Tafel Schokolade überreicht. „Ich freue mich zu sehen, wie viele Menschen sich engagieren. Die Jugendwehr ist die Basis für unsere Feuerwehr“, sagte Freytag bei der Siegerehrung.

Im kommenden Jahr wird die Hassendorfer Jugendwehr, die dann ihr Silberjubiläum feiert, Gastgeber des Nachtorientierungsmarsches sein.

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