Teilnahme an Weltmeisterschaft sicher

Böterser ist Deutscher Meister im Leistungspflügen

Florian Timo Sander aus Bötersen präsentiert stolz seine Pokale, die er beim Leistungsflügen gewonnen hat. - Foto: Daus

Bötersen - Von Matthias Daus. Egal, um welche Form von Wettkampf es geht: Deutscher Meister wird man nicht mal eben so im Vorbeigehen, denn dahinter steckt immer eine Menge Arbeit, Fleiß, Talent und Leidenschaft. Da bildet auch das Leistungspflügen keine Ausnahme, und Florian Timo Sander aus Bötersen ist der frisch gekürte Meister in diesem Wettbewerb.

Präzision ist das A und O, wenn es darum geht, eine Fläche von 100 Metern Länge und 20 Metern Breite so umzupflügen, dass gerade, komplett durchschnittene und gleichmäßige Furchen entstehen. Die Kriterien sind streng, und eine Schar von insgesamt 15 Schiedsrichtern beurteilt nach Beendigung des Pflügens das Ergebnis.

Wer dort ganz vorne mit dabei sein möchte, darf nichts dem Zufall überlassen. Dementsprechend akribisch war auch die Vorbereitung des Böterseners für die deutsche Meisterschaft in Schleswig Holstein. „Das führte dazu, dass ich rund drei Wochen vorher noch auf einen anderen Trecker mit anderem Pflug umgestiegen bin“, erklärt Sander. Die technischen Voraussetzungen seien dadurch besser gewesen.

Bereits eine Woche vor Wettbewerbsbeginn reiste er nach Schleswig Holstein an und übte auf dafür vorgesehenen Flächen. Zwei sogenannte Beete am Tag konnte er bearbeiten und sich so mit den Bodenverhältnissen und seiner Ausrüstung vertraut machen. Eine sinnvolle Maßnahme, denn die Konkurrenz ist stark auf dieser Ebene, und da entscheiden manchmal Kleinigkeiten über Erfolg oder Misserfolg.

Mit einer Spaltfurche beginnt der Wettbewerb. Sie ist der Anfang des Beetes und wird auch gesondert bewertet, bevor die Teilnehmer das ganze Beet umpflügen. „Wer hier nicht ganz gerade fährt, hat im Prinzip schon keine Chance mehr, denn die restlichen Furchen passen sich diesem Verlauf an“, erklärt der 26-Jährige.

Knapp zwei Stunden Zeitfenster

Mit seinem Beginn war er auf jeden Fall schon sehr zufrieden. Das ließ ihn auf einen guten Verlauf im weiteren Wettkampf hoffen, und es sah auch stark danach aus. Dass es aber dennoch spannend wurde, lag am Zeitfenster. Zwei Stunden vierzig Minuten war die Zeitvorgabe. Was sich im ersten Moment recht viel anhört, kann sich aber als sehr kurz erweisen, wenn man bedenkt, dass die Teilnehmer Geschwindigkeiten zwischen drei und vier Stundenkilometern fahren und die Fahrer häufig anhalten, um Justierungsarbeiten am Pflug vorzunehmen. Diese können aus verschiedensten Gründen notwendig sein.

Da es bei Zeitüberschreitung Punktabzüge gibt, kann das ein wichtiger Faktor bei der Platzierung werden. Florian Timo Sander hatte die Zeit etwas überschritten, aber es reichte trotzdem noch zum ersten Platz. Damit ist ihm auch das Privileg vergönnt, am 1. und 2. September 2018 bei der Weltmeisterschaft in Baden-Württemberg dabei zu sein – ein ganz großer Traum für den Mann aus Bötersen, der eigentlich aus Hänigsen bei Hannover stammt.

Dass er jetzt in Bötersen lebt, liegt übrigens auch am Leistungspflügen. 2011 war dort der Landesentscheid und bei dieser Veranstaltung lernte er seine Lebensgefährtin Jana Hoops kennen. Es läuft also gut für Florian Timo Sander, wenn es ums Leistungspflügen und das Drumherum geht. Auf jeden Fall sind das gute Voraussetzungen für die Weltmeisterschaft.

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