Ausstellung mit Bildern von Grit Jentsch im Scheeßeler Rathaus eröffnet

Der Liebling als gemaltes Kunstwerk

Natalie Wöbse aus Brockel ist begeistert von den Bildern wie auch den bedruckten Motiv-Kaffeebechern von Grit Jentsch. - Fotos: uj

Scheeßel - Ein gemaltes Portrait von lieben Familienangehörigen, das war in früheren Zeiten nur wohlbetuchten Bürgern vorbehalten. Heute bietet Grit Jentsch jedem Interessierten zu erschwinglichen Preisen diese Möglichkeit. Für die Umsetzung braucht die Brockelerin nur eine gute Fotovorlage, und schon legt sie los. Wer sich von der Qualität ihrer Bilder überzeugen möchte: Seit Donnerstag sind ihre Werke im Scheeßeler Rathaus ausgestellt.

Die im Spreewald aufgewachsene 45-Jährige kam nach der Wende mit ihrer Familie nach Rotenburg und durchlief mehrere berufliche Stationen. Obwohl ihr ein Kunstlehrer einst jegliches künstlerisches Talent absprach, tastete sie sich während einer langen Krankheit langsam an ihren immer vorhandenen Mal-Wunsch heran und setzte ihn sukzessive um. Letztendlich fand sie ihr kreatives Schaffen dann auch durch erfolgreiche Werkschauen in Hamburg, Bremen, Hannover und Leipzig bestätigt. „Ich male mich frei – immer, wenn es ganz dicke kommt, brauche ich einfach dieses Ventil. Dann geht es mir wieder gut“, gibt Jentsch, die zurzeit kurz vor der Ablegung zur Prüfung als Steuerfachangestellten steht, unumwunden zu. Sie setzt bei der Gestaltung ihrer Werke Bleistift, Buntstift, Acryl- und Aquarellfarben, Pastellkreiden sowie neuerdings auch Airbrushtechnik ein und benötigt für ein Bild „schon mal bis zu 40 Stunden.“

Die erklärte Tierliebhaberin hat überwiegend Portraits von allen möglichen Haustieren, aber auch vielen exotischen Tieren für die Ausstellung, die am Donnerstagabend von Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele eröffnet wurde, zusammengestellt. „Das sind doch keine gemalten Bilder, das sind Fotografien“, meinte ein Ausstellungsbesucher überzeugt bei Betrachtung der unwahrscheinlich detailgenau dargestellten Portraits aus Flora und Fauna. „Na ja, es ist ja in den Bildern auch viel mehr Seele eingefangen, wenn man genau hinschaut“, gab er dann aber anerkennend zu.

Die 61. Ausstellung in der Reihe „Galerie Rathaus“ ist noch bis Ende Dezember zu den bekannten Öffnungszeiten des Verwaltungssitzes zu sehen.

Von Ursula Ujen

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