Juniorwahl im Rotenburger Ratsgymnasium / Zum Teil große Begeisterung

Schüler machen zwei Kreuze

+
Eine Schülerin gibt ihren Stimmzettel für die Juniorwahl – eine schulinterne Wahl in Anlehnung an die bevorstehende Landtagswahl – ab. Die Ergebnisse werden am Freitag ermittelt und Montag bekanntgegeben.

Rotenburg - Von Guido Menker. Zum ersten Mal beteiligt sich das Rotenburger Ratsgymnasium in dieser Woche an der sogenannten Juniorwahl. Dahinter verbirgt sich eine Aktion des Niedersächsischen Kultusministeriums in Zusammenarbeit mit dem Verein Kumulus, wie Politiklehrer Friedhelm Horn in einem Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung berichtet.

Insgesamt beteiligen sich 200 Schulen an der Juniorwahl – am Ratsgymnasium sind die rund 450 Schüler der Klassen 9 bis 11 zur Abgabe ihrer Stimmen aufgerufen. Horn rechnet mit einer Wahlbeteiligung von 100 Prozent. Eine derartige Wahlbeteiligung am Sonntag dürfte ausgeschlossen sein, ansonsten allerdings erleben die Jugendlichen eine Landtagswahl genau so, wie sie am 20. Januar ablaufen wird. Auch wenn ihre Stimmen (noch) nicht ins Gewicht fallen.

„Jeder Schüler hat eine Wahlbenachrichtung bekommen und weiß, wann er wo seine Stimmen abgeben kann“, erklärt Horn das Prozedere. Die Ratsgymnasiasten haben sich darüber hinaus noch in ein Wählerverzeichnis einzutragen. Bei der Stimmenabgabe in der Bibliothek werden sie dann von einem Wahlvorstand begrüßt. Dieser checkt die Wahlbenachrichtung und das Wählerverzeichnis und händigt den Stimmzettel aus. In zwei Wahlkabinen können die Schüler dann ihre zwei Kreuze machen, um den Stimmzettel anschließend gefaltet in die versiegelte Wahlurne zu werfen. Der Stimmzettel ist mit dem des Wahlkreises 53 (Rotenburg) für den kommenden Sonntag identisch. Doch was wäre so eine schulinterne Wahl ohne die entsprechende Vorbereitung? „Politik unterrichten wir ab der achten Klasse. In den neunten Klassen ist dabei das Thema Wahlen Pflicht“, so Horn, „und so ist diese Juniorwahl für sie eine wunderbare Sache, den Prozess der Wahl selbst zu erfahren.“ Gerade die Schüler der neunten Klassen seien total begeistert und hochmotiviert bei der Sache. Horn: „Sie entwickeln einen unglaublichen Elan. Vielleicht auch, weil sie sich ernst genommen fühlen.“ Das beziehe sich aber nicht nur auf den Wahlvorgang selbst, sondern auch auf die Vorbereitungen. Dazu gehörte eine Auseinandersetzung mit den Programm der zur Wahl stehenden Parteien sowie mit den Direktkandidaten. „Die Schüler erleben einen ganz wichtigen Vorgang der Demokratie, und dabei erkennen sie auch, dass Organisation dazu gehört“, führte Horn weiter aus.

Horn selbst organisierte die Juniorwahl mit seinen beiden Kollegen Rüdiger Pötzsch und Michael Wagner. Was sie ganz besonders freut: Im Wahllokal herrscht zu den angemeldeten Zeiten dichtes Gedränge, und dennoch läuft alles voll nach Plan. Dafür sorgten die Wahlvorstände, die die Schüler aus dem elften Jahrgang besetzten. Die Ergebnisse werden Montag veröffentlicht.

Immer mehr Wohnungslose in Deutschland

Immer mehr Wohnungslose in Deutschland

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Weihnachtsmarkt in Nordwohlde

Weihnachtsmarkt in Nordwohlde

Klaus Allofs' Erfolge

Klaus Allofs' Erfolge

Meistgelesene Artikel

Rund 30 Jahre Löwen-Punsch

Rund 30 Jahre Löwen-Punsch

Diskussion im Rathaus über Umbenennung der Lent-Kaserne

Diskussion im Rathaus über Umbenennung der Lent-Kaserne

Zwei Unfälle auf der A1 - Vollsperrung Richtung Bremen

Zwei Unfälle auf der A1 - Vollsperrung Richtung Bremen

Kreisumlage wieder im Fokus: Zurück auf 49 – mindestens

Kreisumlage wieder im Fokus: Zurück auf 49 – mindestens

Kommentare