Veranstaltungen der Kulturinitiative 

Herbstprogramm in Scheeßel: rockige Gitarrenklänge

Werben jetzt auch auf dem Untervogtplatz mit einem Banner für das Herbstprogramm: die Kis-Mitglieder Bernd Braumüller (v.l.), Regine Wegner, Ursula Ujen, Susanne Jürgens, Detlev Kaldinski und Christine Götze-Kaldinski.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Der Sommer bäumt sich jetzt wohl ein letztes Mal auf, um dann dem Herbst zu weichen. Kulturfreunde brauchen jedoch nicht den sonnigen Tagen im Freibad hinterherzutrauern, denn die dunkle Jahreszeit bietet in Scheeßel dank der Kulturinitiative Scheeßel (Kis) ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm mit vorwiegend rockigen Gitarrenklängen.

„Kis rockt live“ haben die Verantwortlichen denn auch passenderweise den Konzertreigen getauft, der schon morgen Abend mit einem Paukenschlag beginnt: dem in diesem Jahr landkreisweit einzigen Auftritt der Hamburger Band Homefield Four. Rockmusik wie aus den 1970er-Jahren – das soll dem Publikum im Jeersdorfer Hof geboten werden. Neben Größen wie Deep Purple und Black Sabbath finden auch Stücke von Cheap Trick, The Sweet und The Police ihren Weg ins Programm, wenn die Hamburger Vollblutrocker den Zuschauern ab 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) ihre Aufwartung erweisen. Wer sich Tickets an den Vorverkaufsstellen in der Buchhandlung Wandel oder direkt im Jeersdorfer Hof sichert, spart zwei Euro. An der Abendkasse sind die Karten dann für zwölf Euro erhältlich.

Musik von den Rolling Stones oder Pink Floyd

Für Kis-Mitglied Detlev Kaldinski ist die Oldie-Rock-Nacht im Scheeßeler Hof immer wieder ein besonderes Ereignis: „Die Freude an den Klassikern ist jedes Mal zu spüren“, berichtet er. Viele würden sich noch einmal wie in ihrer Jugend in der Disko in Kuhmühlen oder Hamersen fühlen. In diesem Jahr ist die kultige Tanzveranstaltung mit DJ Bobby Meyer auf Freitag, 30. September, terminiert. Die Besucher können sich ab 21 Uhr auf die Hits der Rolling Stones, von Pink Floyd, Deep Purple und vielen weiteren namhaften Bands freuen. Karten gibt‘s im Vorverkauf zum Preis von sechs Euro bei Wandel.

„Deutsch-Pop mit funky Grooves, Ohrwürmern und zauberhaften Balladen“ verspricht die Kulturinitiative für Samstag, 15. Oktober. Dann will die Band „Fährhaus“ im Nötel-Haus für Stimmung sorgen. Das Quartett ist eine Formation erfahrener regionaler Musiker, die sich erst vor einem Jahr gegründet hat. Vorwiegend lebensnahe deutsche Texte aus der Feder von Sängerin Marita Boettchers gepaart mit verspielten Kompositionen aus der eigenen Musikerwerkstatt sind das Markenzeichen dieser Formation. Los geht‘s um 20 Uhr. Tickets sind im Vorverkauf bei Wandel für zehn Euro erhältlich, an der Abendkasse für zwölf Euro.

Im November feiert die Kis ihr fünfjähriges Bestehen – unter anderem am Samstag, 12. November, mit einem Konzert der Paunchy Lovers. Die Band spielt ab 20.30 Uhr im Jeersdorfer Hof – und zwar Songs, die von Jazz, Fusion, Funk und Blues beeinflusst sind. „All diese Stile verschmelzen bei ihnen zu einem neuen Ganzen – häufig abseits der bekannten radiotauglichen Rhythmusroutine, geprägt von Virtuosität und Gitarrensoli, getragen von der ausdrucksstarken Stimme einer wandlungsfähigen Sängerin“, machen die Organisatoren auf den Auftritt neugierig, für den der Vorverkauf ebenfalls in der Scheeßeler Buchhandlung schon begonnen hat (zehn Euro, Abendkasse zwölf).

„Talkin‘ about my Generation“ sang einst die britische Rockgruppe The Who. Den Scheeßeler Kulturschaffenden ist diese Liedzeile eine eigene Reihe wert. Zum fünften Mal widmen sich die beiden Musikkenner Reinhard Lüdemann und Bobby Meyer am Donnerstag, 24. November, einer festen Größe in der „Rock and Roll Hall of Fame“. – dieses Mal steht der Singleabend (Beginn ist um 20 Uhr im Alten Bahnhof) ganz im Zeichen von Bob Dylan, dessen Karriere vor 50 Jahren begann. „Der interaktive Austausch mit dem Publikum ist hier ausdrücklich erwünscht“, lässt Detlev Kaldinski wissen.

Eine Woche später, am Sonnabend, 3. Dezember, beschließt eine musikalische Bescherung das diesjährige Herbstprogramm. Mit dem Ritterhuder Tenor Volker Prüser und der aus Berlin stammenden Chansonsängerin Ursula Villwock, besser bekannt als „Waldemar und Erika“, entführt die Kis die Zuschauer unter dem Motto „Heilige Nacht oder nie“ auf eine beschwingte und amüsante Zeitreise durch die 1920er bis 1950er Jahre. Waldemar ist wehleidig wie eine Mimose und wohnt im besten Mannesalter noch bei Mutti. Erika ist eine männerverschleißende Nymphomanin auf der Suche nach einem gut situierten Singlemännchen. „Da ist natürlich der Humor programmiert“, meint Mitorganisatorin Ursula Ujen. Am Klavier sitzt an dem Abend, der um 20 Uhr im Scheeßeler Hof beginnt, der Pianist Marcus Seifert.

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