Café-Kis-Team begeht kleines Jubiläum mit Empfang

Unermüdlich seit fünf Jahren

Fünf Jahre Kulturinitiative Scheeßel, fünf Jahre Café-Kis – das war für die Mitglieder am frühen Donnerstagabend ein Grund zum Feiern.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Die Feste feiern wie sie fallen, sagt der Volksmund. Das tat die Kulturinitiative Scheeßel (Kis) am Donnerstagabend – mit Fingerfood, Akkordeonklängen und vielen warmen Worten. Auf den Tag genau vor fünf Jahren ließen die Ehrenamtler das erste Mal von sich hören – mit dem Scheeßeler Original Heinrich „Heita“ Meyer am Klavier. Ein kleines Jubiläum, bei dem sich mehr als 50 Mitglieder, Freunde und Sponsoren im Nötel-Haus die Ehre gaben.

Es duftet nach Kaffee und Kuchen. Noch immer. Gerade erst ist das Café-Kis mit dem Entertainertrio Fidi Ehlbeck, Manfred Küppers und Hannes Ujen zu Ende gegangen. Die letzten Gäste verlassen den Saal. Gut gelaunt – wie eigentlich immer. Viele kommen Monat für Monat ins Nötel-Haus. Auf die treuen Stammgäste ist eben Verlass. Die Tür abgeschlossen wird heute aber ausnahmsweise nicht, das gilt zumindest für das geladene Publikum. Die rührigen Damen des Café-Kis-Team haben schließlich noch etwas vor. Fix decken Margret Otte, Ulrike Sievers, Bärbel Sommer, Ursula Ujen und Regine Wegner die Tische neu ein. Sogar die Sitzkissen werden nocheinmal ausgeschlagen. Schnell wird einem klar: Hier sind echte Profis am Werk.

Dann ist alles für den Empfang bereit. Manni Küppers spielt noch ein paar Takte auf dem Akkordeon. Nach und nach trudeln sie ein, die Förderer und Freunde, Kis-Mitglieder und Künstler. An einem Tisch stecken der Heimatvereinsvorsitzende und die Bürgermeisterin die Köpfe zusammen, nebenan hält der Sparkassenvertreter einen Plausch mit der Büchereileiterin. Ein Beamer wirft im Hintergrund Bilder auf die Leinwand. Erinnerungen aus fünf Jahren Kulturcafé, von fast 60 Veranstaltungen. Noch schnell posieren die 14 Damen und Herren vom gesamten Kis-Team für die Fotokamera.

Dann ist es Zeit, auf die Anfänge zurückzublicken. Dafür nehmen sich Bernd Braumüller und Detlev Kaldinski Zeit. Sie sind quasi die Begründer die Initiative, die damals wie heute als Sparte unter dem Dach der Rotenburger Kir firmiert. Ebenfalls zu Wort kommt Rainer Kruse. Der Leiter der Steinfelder Wohngruppen in Scheeßel war es, der damals den Kulturschaffenden den kleinen Saal im ehemaligen Kolonialwarengeschäft an der Mühlenstraße zur Verfügung gestellt hatte. Seiner Ansicht nach hätten die Café-Kis-Verantwortlichen vor Ort „etwas Einzigartiges geschaffen“. Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten, die von Ehrenamtlichen gestemmt würden, sei das Team noch immer mit Leidenschaft bei der Sache. „Eine herausragende Leistung – und es sind bei allen Veranstaltungen die Stühle bis zum letzten Platz besetzt“, konstatiert er.

Voll des Lobes für Kruse ist Ursula Ujen: „Er und seine Frau Astrid haben uns immer unterstützt.“ Ihr selbst und ihren Mitstreiterinnen sei es immer ein Anliegen gewesen, „Kultur am Nachmittag für jene Leute zu machen, die gerne dabei ein Tässchen Kaffee trinken und gemütlich zusammensitzen wollen“. Mit Lesungen, Diavorträgen, kleinen Konzerten und Plattdeutschen Veranstaltungen – unter anderem auch in Kooperation mit der Gemeindebücherei und dem Heimatverein – sei das auch immer geglückt.

Bei allen Dankesreden und Glückwünschen – Raum für ein wenig Kritik in Richtung Politik bleibt an diesem Abend ebenfalls. So spricht Bernd Braumüller das aus, was wohl allen Kis-Mitgliedern auf der Seele brennt. „Kultur, die dazu noch ehrenamtlich auf die Beine gestellt wird, könnte in Scheeßel eine bessere Förderung im finanziellen Sinn erfahren.“ In dieser Hinsicht, so der ehemalige Kir-Vorsitzende, sei beispielsweise Rotenburg einen weiten Schritt voraus.

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