Schlimmer Unfall auf der B75 in Stemmerfeld / War ein Wolf beteiligt?

Pferde laufen vor Auto – Beifahrer schwer verletzt

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An dem Kleintransporter entstand bei dem Zusammenstoß mit den Pferden Totalschaden.

Lauenbrück - Von Lars Warnecke. Auch am Tag danach kann es Lothar Voss kaum fassen. „Es geht mir sehr schlecht“, sagt der Pferdezüchter aus Lauenbrück. Gerade hat er wieder mit der Polizei telefoniert. Sie rekonstruiert den schrecklichen Unfall, der sich am Morgen zuvor ereignet hat.

Gegen 7.15 Uhr waren am Samstag auf der Bundesstraße 75 in Stemmerfeld ein Mann und sein Beifahrer in einem Kleintransporter in Richtung Scheeßel unterwegs, als auf gerader Strecke aus der Dunkelheit zwei Island-Ponys auftauchten. Die Tiere waren von Voß’ Koppel in der Nähe zum Rittergut in Lauenbrück ausgebrochen. Der Fahrer trat auf die Bremse, konnte den Frontalzusammenstoß mit den Pferden aber nicht mehr verhindern. Durch den Aufprall wurde die Fahrgastzelle des Transporters völlig zerstört.

Dem Fahrer gelang es noch, sein Fahrzeug zwischen mehreren Bäumen hindurch auf ein Feld zu manövrieren. Er kam mit leichten Blessuren davon, sein Beifahrer hatte weit weniger Glück und wurde mit schwersten, lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand sei weiterhin kritisch, sagte ein Polizeisprecher gestern auf Nachfrage. Die beiden Tiere starben an der Unfallstelle.

Bis in den Vormittag hinein musste die Bundesstraße voll gesperrt werden. Neben Einsatzkräften der Polizei und des Rettungsdienstes waren ebenfalls die Feuerwehren Lauenbrück und Stemmen sowie Mitarbeiter der Straßenmeisterei im Einsatz.

Wie die Beamten bereits kurz nach dem Horror-Unfall ermittelten, waren in der Nacht von Freitag auf Samstag insgesamt sechs Isländer aus der Koppel ausgebrochen – die überlebenden vier Tiere konnten inzwischen wieder eingefangen werden. Weshalb die Pferde Reißaus nahmen – darüber lasse sich bisweilen nur spekulieren, äußerte sich die Polizei gestern gegenüber unserer Zeitung. „Fakt ist, dass die Tiere durch irgendjemanden oder irgendetwas dermaßen aufgeschreckt wurden, dass sie die geschlossene, doppelt gesicherte Umzäunung durchbrachen“, so ein Sprecher. Einen gezielten Akt, wonach den Pferden das Tor bewusst geöffnet wurde, schließen die Ermittler aus.

Lothar Voss hat da schon eine konkretere Vermutung. So habe seiner Ansicht nach höchstwahrscheinlich ein Wolf seine Pferde aufgescheucht. Erst kürzlich, erklärt er, sei im Dorf ein Rind durch ein solches Tier gerissen worden. Für ihn stelle der Verlust der Isländer einen harten Schlag dar. „Die gehörten quasi zur Familie.“Seine Gedanken seien nun bei dem schwer verletzten Unfallopfer. Voss: „Ich hoffe, der arme Mann kommt durch.“

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