Bürgermeisterin zur Pyro-Event-Absage

„Das ist schlichtweg falsch“

Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele: „Schutz und Sicherheit gehen vor.“

Scheeßel - Diese Nachricht hat in der Öffentlichkeit immens hohe Wellen geschlagen: Vergangene Woche war bekannt geworden, dass das für Ende Dezember geplante Pyrospektakel auf dem Eichenring ausfallen wird. Nicht zuletzt wegen fehlender Anweisungen und Antworten aus dem Scheeßeler Rathaus habe sich Pyroland-Chef Florian von Bothmer gezwungen gesehen, die Reißleine zu ziehen – so stellte es der Veranstalter im Interview mit unserer Zeitung dar.

Dass die Gemeindeverwaltung jedoch Schuld am Aus sein solle, weist Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele entschieden zurück. „Diese Aussagen kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen, denn sie sind schlichtweg falsch“, erklärt sie gegenüber unserer Zeitung.

In ihrer Version des Herganges sei von Bothmer von der Verwaltung gebeten worden, sich mit den unmittelbaren Anwohnern des Veranstaltungsgeländes in Verbindung zu setzen und nachzuweisen, dass er über die notwendigen Flächen für die Durchführung des Events verfügt. Das, sagt Dittmer-Scheele, lehne er offenbar ab. „Uns ist wichtig, dass sich der Veranstalter um das gute Einvernehmen mit den unmittelbaren Anwohnern bemüht.“ Dazu sei von Bothmer aber offenbar nicht bereit. Stattdessen habe er einseitig per E-Mail mitgeteilt, er werde die Veranstaltung nicht durchführen. „Auf zweimalige Gesprächsangebote durch uns ist er zumindest nicht eingegangen“, erklärt die Gemeindechefin.

Gestört habe sie sich ebenfalls an von Bothmers Äußerung, er wünsche sich, dass die Exekutive von Scheeßel sich öffentlich zu seinem Event bekenne und sich nicht am Ende darauf zurückzieht, dass es dem Veranstalter nicht gelungen sei, alle Auflagen zu erfüllen. Dazu Dittmer-Scheele: „Von jedem Unternehmer, der gewerblich Events durchführt, sind alle im Zusammenhang mit der Sicherheit und Ordnung notwendigen Auflagen zu erfüllen. Dies gilt für das Pyro-Event im gleichen Umfang wie für andere Veranstaltungen in Scheeßel.“ Die Anziehungskraft beziehungsweise die Außenwirkung einer Veranstaltung, gibt sie zu verstehen, dürfe nicht dazu führen, dass die Kommune den Schutz und die Sicherheit der Bürger und Besucher außer Acht lässt. 

lw

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