Renate Bassen berichtet über ihre Flussreise von Moskau bis St. Petersburg

Ein Stück russische Seele

Aktivkreis-Vorsitzende Jutta Gerken (l.) bedankte sich bei Renate Bassen für deren Ausführungen.
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Aktivkreis-Vorsitzende Jutta Gerken (l.) bedankte sich bei Renate Bassen für deren Ausführungen.

Scheeßel - Als Tourist auf einem Flussschiff durch das weite Russland reisen – Renate Bassen hat genau das erlebt. Gemeinsam mit ihrem Mann brach die Ostervesederin im Frühjahr 2014 zur Tour ihres Lebens auf, die das Paar auf dem Wolga-Kanal von Moskau bis nach St. Petersburg führte. Zu sehen bekamen die Globetrotter traumhaft schöne Landschaften, an denen sich auf Einladung des Aktivekreises jetzt auch das Scheeßeler Publikum erfreuen konnte.

Der Dia-Projektor im Scheeßeler Hof klapperte, während Renate Bassen zusammenfasste, welche Eindrücke das Ehepaar während der Fahrt gesammelt hatte. Freunde hätten ihr zwar wegen der politisch angespannten Lage davon abgeraten, aber die gestandene Gemeinderatsfrau und Kreistagsabgeordnete ließ sich von ihrer Idee nicht abbringen: Gemeinsam mit Ehemann Johann ging es ab Flughafen Hamburg in Richtung Moskau – genauer: zum örtlichen Hafen, wo auf die Osterveseder die MS „Fedin“ bereits wartete.

An Bord eingecheckt, ging es zunächst jedoch erstmal auf Sightseeing-Tour durch die russische Hauptstadt. Mit 270 Passagieren, darunter alleine 90 Besatzungsmitgliedern, startete das in Boizenburg an der Elbe gebaute Flussschiff dann zur zwölftägigen, 1800 Kilometer langen Reise. „Der Kanal verbindet mehrere riesige Seen wie den Onegasee und den Ladogasee und wurde gebaut, um den Handel zwischen Moskau und der Ostsee zu ermöglichen“, erläuterte Bassen. Viele bedeutende Orte habe man zu Gesicht bekommen, darunter Uglitsch mit seiner baulich imposanten Schleuse, Jaroslawl mit den prächtigen goldenen Zwiebeltürmen der Mariä-Entschlafens-Kathedrale sowie den einstigen Verbannungsort Goritzy mit seiner mächtigen Kirillow-Klosterfestung.

Eine Art riesiges Freilichtmuseum mit zahlreichen historischen Bauernhöfen und Kirchen – allesamt aus Holz erbaut und Unesco-Welterbe – habe man auf der ansonsten unbewohnten Insel Kisch. „Deren Bewohner sind alle Selbstversorger, leben einfach und bescheiden, sind aber durchaus glücklich und zufrieden“, berichtete Renate Bassen.

St. Petersburg, das auch als das russische Venedig bezeichnet wird, sowie die Stadt Puschkin, die das legendäre Bernsteinzimmer im Katharinenpalast beheimatet, bildeten schließlich den Abschluss einer Reise, die laut der Referentin für sie selbst nach fast zwei Jahren noch immer nachwirken würde. Und die sie gerne nochmal wiederholen möchte. „Wer weiß, denn nachdem durch das Russland-Embargo im letzten Jahr keine Reisen möglich waren, werden diese jetzt ja wieder angeboten“, meinte Bassen.

uj

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