Kernort zeigt sich am 23. September 

Musik und shoppen in illuminierten Straßen

Verlängerte Öffnungszeiten, Musik und Lichter – die Organisatoren der „Illuminierten Nacht“ wollen den Besuchern nicht nur etwas fürs Auge bieten. - Foto: Heyne

Scheeßel - Berlin hat sein „Festival of Lights“, Hamburg seine „Blue Goals“– und auf dem Land? Da sah es bislang eher düster aus. Das soll sich mit der vom Gewerbeverein (GVS) initiierten „Illuminierten Nacht“ ändern. Am Freitag, 23. September, werden 28 Häuserfronten im Ortskern, vom Meyerhof bis zur Amtsvogtei, für einige Stunden in stilvolles Licht getaucht.

Einheimische und Besucher – erwartet werden an „Auswärtigen“ auch die Mitglieder einiger Fotoclubs aus der Region – können dann bummeln, einkaufen (einige teilnehmende Geschäfte bieten zu der neuen Veranstaltung längere Öffnungszeiten an), oder an einem der aufgestellten Pavillons der lokalen Live-Musik von „The Daily Story“, Pat Dalton, Michael Zehl oder Hamburger Daniel Green lauschen. Diese lokale Bands und Musiker, darunter vornehmlich Singer-Songwriter, werden unter Regie der betreuenden Kulturinitiative Scheeßel (Kis) in der Nähe illuminierter Objekte zu hören sein, unter anderem am Beeke-Kreisel, am Wasserspiel oder am Scheeßeler Hof. „Der Abend soll keinesfalls eine Konkurrenzveranstaltung zum Halloween-Shopping werden“, betont Thorsten Finner. Der Gewerbetreibende ist nach eigenem Bekunden „gespannt auf diesen Testballon“ – nicht nur, was die Resonanz des neuen Formats bei den Besuchern angeht, sondern auch darauf, wie die Teilnehmer sie in Eigenregie gestalten.

Die konkrete Umsetzung der Illumination liegt in den Händen des Veranstaltungstechnikers Philip Göttert, der auch für die Technik überregionaler Events wie die Full Metal Cruise oder das Wacken-Festival mit verantwortlich zeichnet. „Ob und was die Teilnehmer darüber hinaus noch an Aktionen starten, ist auch für uns noch ein Geheimnis“, meint Vertriebsfachmann Michael Leuenroth. Als er auf die Suche nach mindestens 20 Teilnehmern ging, rannte er offene Türen ein, obgleich die Kosten für die lichttechnische Szenerie nicht vom Gewerbeverein, sondern vom Einzelnen zu tragen sind; alle seien sofort von der Idee angetan gewesen.

„Besonders schön fanden wir, dass auch Privatpersonen an uns herangetreten sind und sich nun beteiligen“, so Leuenroth. Und auch einige Vereine und Unternehmen, die nichts verkaufen, hätten die Möglichkeit, sich so zu präsentieren, begrüßt. Denn bei dem Spiel mit Licht, so stellt der Gewerbetreibende Finner heraus, gehe es nicht um Geld, sondern um Imagepflege.

Göttert ist bei der Umsetzung des Projekts in seiner Heimat ganz in seinem Element: „Wir wollen zeigen, dass Licht eine ganz eigene Stimmung zaubert, die Sehgewohnheiten auf den Kopf stellt und den gewohnten Ort ganz neu erlebbar macht.“

Als Vorreiter sieht auch Mitstreiter Finner das Projekt: „Hier auf dem Land ist das in der Region bisher einmalig“ – und spinnt, knapp zwei Jahre, nachdem die Idee zum ersten Mal beim GVS auf den Tisch kam, schon Pläne für die Zukunft: „Wenn es gut angenommen wird, ist die Veranstaltung ausbaufähig.“ Bereits ein Testlauf im Mai am Gehringhaus habe viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. 

hey

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