Ferienbetreuung für Scheeßeler Grundschüler immer beliebter

Mehr als eine „Aufbewahrung“

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Die Ferienbetreuung für Scheeßeler Grundschulkinder steht hoch im Kurs – nicht zuletzt, weil sich die Teilnehmer hier kreativ betätigen können. 

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Es ist Backtag und einer der Höhepunkte für die 14 Kinder, die in dieser Woche die Ferienbetreuung an der Grundschule Scheeßel wahrnehmen. Nach dem Verzehr von Keksen und Topfkuchen geht es geschwind wieder rüber in die Turnhalle – zum Toben. Und zum Bau einer Eisenbahn aus Rollkästen. „Hier können sie einfach Kind sein“, erzählt Angelika Dreyer-Plötz. Zusammen mit ihrer Kollegin Berthild Behnemann betreut die pädagogische Mitarbeiterin seit nunmehr schon sieben Jahren das Projekt an der Grundschule. Und das mit Erfolg.

„Mittlerweile stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Ferienbetreuung stattfindet oder nicht, sondern wie viele Kinder dieses Mal kommen“, fasst Dreyer-Plötz die Geschichte der Ferienbetreuung zusammen. Seit 2009 bietet der Schulförderverein mit Unterstützung der Gemeinde und der Schulleitung in den Oster-, Sommer- und Herbstferien die Aktion für Grundschulkinder an. Während sich das Interesse zu Beginn noch in Grenzen hielt, sind die Unternehmungen zur Ferienzeit mittlerweile ein fester Bestandteil im Leben vieler Kinder aus der Gemeinde. „Wer einmal kommt, meldet sich in der Regel immer wieder an“, hat Dreyer-Plötz festgestellt. „Das geht hier schon sehr familiär zur Sache.“

Die bis zu achtstündige und kostenpflichtige Betreuung im Schulgebäude am Kreuzberg steht allen Kindern offen, die eine der beiden Grundschulen der Gemeinde besuchen – und deren Eltern Mitglied im Förderverein sind. „Viele nehmen das Angebot dankbar an, immerhin gibt es nicht wenige, die während der Ferien arbeiten müssen“, so Dreyer-Plötz. So sichere man den Eltern eine Nachhaltigkeit in der Betreuung und entspreche gleichzeitig dem Wunsch der Schüler. „Die Idee, die Ferienbetreuung einzurichten, stammt ja ursprünglich von den Kindern selbst“, sagt sie.

In dieser Woche finden sich 14 Jungen und Mädchen ein, lediglich an einzelnen Tagen an dem Programm teilnehmen können sie nicht. Für die Kleinen sind die beiden pädagogischen Mitarbeiterinnen keine Unbekannten, engagieren sie sich doch auch während der Schulzeit in der Ganztagsbetreuung.

Ein festes Programm gibt es meist nicht

Dabei geht es in diesen Tagen keinesfalls bloß um „Aufbewahrung“, die Unterhaltung steht eindeutig im Vordergrund. Dreyer-Plötz und Behnemann überlegen sich vorab mehrere Aktivitäten. Ein festes Programm gibt es meist nicht, die Kinder können machen, worauf sie Lust haben. Neben Hofspielen, Gesellschaftsspielen, Mal- und Bastelangeboten, handwerklichen Arbeiten mit Hammer und Säge, kleinen Küchenprojekten und Aktivitäten in der Turnhalle – allesamt Offerten, die unter den wachsamen Augen der beiden Frauen stattfinden –, stehen auch Wanderungen und größere Ausflüge auf dem Programm. „Morgen geht es in den Magic Park nach Verden, da werde ich wohl wieder Achterbahn fahren müssen“, sagt Dreyer-Plötz. Und wenn es regnet? „Dann fahren wir alle zusammen ins Kino.“

Auf die Frage, was die Kinder am liebsten tun, antworten die Jungs sofort laut und einstimmig: „Fußball!“ Die Mädchen hingegen mögen es kreativ: Sie verzieren an diesem verregneten Vormittag Gläser mit bunten Farben oder basteln aus Pappe kleine Häuschen. Spätestens jedoch, wenn das Mittagessen aufgetischt wird, kommt man wieder zusammen. „Der Altersunterschied der Kinder ist dabei kein Problem: Nach dem ersten Kontakt entstehen oft Freundschaften“, weiß Behnemann.

Bereits jetzt stehen die Termine für die Ferienbetreuung im kommenden Jahr fest. Nähere Infos dazu gibt es im Internet.

wp.schulfoerderverein-scheessel.de

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