Nächste Unfall mit einem Radfahrer sei nur noch eine Frage der Zeit

Beeke-Kreisel: Ehepaar sieht Gefahrenpotenzial für Radfahrer

„Radfahrer absteigen“ heißt es an zwei Zebrasreifen am Beeke-Kreisel – nur die wenigsten nehmen von den Schildern Notiz.

Scheeßel - Wenn sich am Beeke-Kreisel nicht alsbald etwas tut, ist der nächste Unfall mit einem Radfahrer nur noch eine Frage der Zeit. Davon sind Marianne und Uwe Döbler überzeugt. „Wann ergreift die Gemeinde endlich Maßnahmen, um die Verkehrssituation sicherer zu machen?“, will das Ehepaar wissen. Eine Frage, die es am Mittwochabend im Kernortausschuss stellte.

Vier Zebrastreifen säumen die Ein- und Ausfahrten des vielbefahrenen Kreisels – zwei mit sogenannten Fahrradfurten, die Pedalritter queren dürfen, ohne vom Sattel absteigen zu müssen, zwei ohne. Eigentlich müssten Radfahrer hier ihren Drahtesel schieben. So ist es auch auf den Schildern zu lesen, die die Gemeinde in diesem Jahr an beiden Stellen angebracht hat. Allerdings würden diese so gut wie keine Beachtung finden, so Marianne Döbler. „Die Schilder hängen viel zu hoch und weisen dann auch noch in die falsche Richtung – man müsste erstmal absteigen, damit da überhaupt mal jemand hinschaut“, meldete sich die Scheeßelerin in der Einwohnerfragestunde zu Wort. Überhaupt würden sich nur die wenigsten Radfahrer an die entsprechende Verkehrsordnung halten und absteigen.

Bauamtsleiter Joachim Köhnken war selbst vor Ort, als die Beschilderung durch den Landkreis angebracht wurde. Sein Kommentar: „Mir wurde damals gesagt, dass das mit der Höhe aus Sicherheitsgründen so vorgeschrieben sei – immerhin könnte andernfalls jemand gegen die Schilder fahren und sich verletzen.“

Dass sich überhaupt zwei unterschiedliche Querungsmodelle – mit und ohne Furten – am Kreisel finden, stößt Uwe Döbler mehr als sauer auf. „Warum darf man zwei mit dem Rad befahren und zwei nicht? Das begreift kein Erwachsener und Kinder erst recht nicht!“ Erst neulich wieder habe er beobachtet, wie radelnde Schulkinder aus Richtung Bremer Straße kommend über den Zebrastreifen an der Volksbank „hinweggefegt“ seien – „ohne auf den Pkw-Verkehr zu achten“. Gerade für Kinder sei die Situation vor Ort lebensgefährlich, findet der Rentner.

Döblers Unmut geht sogar so weit, dass er kürzlich ein Experiment wagte: Mit dem Auto habe er bewusst auf dem Zebrastreifen angehalten, um so einen Fahrradfahrer zum Absteigen zu zwingen. „Die Polizei war gerade auch zugegen – nur verlangte die am Ende von mir ein Bußgeld von 25 Euro, das ist doch nicht normal“, enzürnte er sich.

Für Köhnken ist die Sachlage eindeutig: „Einen Zebrastreifen übergeht man, auf einem Radweg darf man Radfahren – man muss sich damit auseinandersetzen, um das zu verstehen.“ Dem pflichtete Ausschussleiter Johannes Hillebrand (SPD) bei. Ihm zufolge ist es mit Blick auf die Schulkinder eine Frage der elterlichen Erziehung, sie vor Ort zu mehr Umsicht anzuhalten. 

lw

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