Die Männergymnastik-Gruppe des TV Scheeßel ist stolz auf ihre Fitness / Gründung vor 15 Jahren

Immer schön beweglich bleiben

Fit auf einem Bein – mit Gleichgewichtsübungen bringen sich die Männer auf Betriebstemperatur. - Foto: Warnecke

Scheeßel - Immer wieder mittwochs lassen rund 20 sportbegeisterte Männer, alle mehr oder weniger eingebunden in Familie und Beruf, alles stehen und liegen, um eine Stunde gemeinsam zu verbringen: Straßenschuhe werden gegen Turnschuhe getauscht, Jeans oder auch Anzug müssen Sporthose und T-Shirt weichen, und dann kann das wöchentliche Programm der Männergymnastik-Gruppe beginnen.

Ab 19 Uhr seien es immer mindestens zwölf Paar Füße, nur selten weniger, die den Boden der Grundschulturnhalle traktierten, erzählt Übungsleiter Rainer Lampe (64). „Diese Stunde Sport in der Woche bedeutet uns allen etwas.“ 2001 hat der C-Lizenz-Trainer, der auch im Privatleben gerne sportlich aktiv ist, die Gruppe gegründet. Es ist nur eines von drei Fitnesskursangeboten speziell für Männer, die der rund 1 500 Mitglieder starke Verein im Programm hat. Auch Georg Behrens nutzt das Angebot und macht mit. „Ich schätze hier die Vielseitigkeit der Übungen“, sagt der 62-Jährige. „Wenn man ein paar Wochen Pause gemacht hat, merkt man gleich, wie Kondition und Beweglichkeit nachlassen“, habe er festgestellt.

Lampe, vor seiner Pensionierung Mitarbeiter im Rotenburger Katasteramt, sagt seinen Mitstreitern die Übungen an. „Natürlich versuche ich, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen, damit es nicht langweilig wird.“ Dabei könne er zum einen auf seinen nicht geringen Erfahrungsschatz, zum anderen aber auch auf neue Anregungen zurückgreifen, die er aus der Gruppe erhalte.

Kraft- und Ausdauerübungen

Wie jedes Training beginnt auch dieses zunächst mit einer Aufwärmphase, bei der die Aktiven mehrere Runden durch die Halle drehen, dabei Streck- und Dehnübungen machen. Aufs Warmlaufen folgt unter anderem eine Gleichgewichtsübung: auf einem Bein stehen, den Oberkörper mit seitlich gestreckten Armen vorbeugen und dabei das zweite, angehobene Bein nach hinten strecken. Auf mancher Stirn bilden sich schon erste Schweißperlen. Immer wieder gibt es im weiteren Verlauf Intervalle, bei denen es weniger auf Ausdauer, sondern vielmehr auf Kraft ankommt. „Da wird dann beispielsweise gezielt etwas für die Rücken- und Bauch-, oder auch die Armmuskulatur getan“, erzählt der Trainer. Hanteln kämen dabei ebenso zum Einsatz wie Therabänder, Medizinbälle, Weichgummimatten und Holzbänke. Die für das traditionelle Geräteturnen benötigten Geräte würden aber nicht verwendet.

Aktuell seien die Gruppenmitglieder im Alter zwischen 50 und Anfang 75, „daher kann man sich vorstellen, dass längst nicht jeder von uns sämtliche Übungen von Anfang bis Ende mitmacht. Jeder macht, was er kann, und hört auf, wenn die Schmerzgrenze erreicht ist“.

Dass es längst nicht nur darum ginge, etwas für die Gesundheit zu tun, könne man auch daran sehen, dass sie, von den wöchentlichen Treffen einmal abgesehen, des Öfteren gemeinsam etwas unternehmen würden: „Wir machen zum Beispiel regelmäßig Fahrradtouren und jedes Jahr eine Kohlfahrt.“ - lw

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