Gruppe 57 spricht sich gegen Standort am Kreuzungsbereich Bremer Straße

Combi: Keine klare Kante zeigen

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Nicht unumstritten, aber von vielen favorisiert: Die Variante mit dem Baukörper am Vogteipark und dem Parkplatz am Kreuzungsbereich. Grafik: AZ-Architekten

Scheeßel - Politik und Verwaltung haben sich festgelegt – und irgendwie auch doch nicht. Denn die Meinungen darüber, welcher Standort für den Combi-Markt eigentlich nun der bessere sei, gehen weit auseinander.

Zur Entscheidungsfindung wird diesmal im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung auch den Bürgern Mitspracherecht eingeräumt. Für die im Scheeßeler Gemeinderat vertretende Gruppe 57 um deren Sprecher Ralf Münkel kann es nur „die eine“ Variante geben. „Das macht man heute so“, hatte Städteplaner Rolf Diercks im jüngsten Bau- und Planungausschuss mit Blick auf die Variante mit geschlossener Bebauungskante verkündet. Eine Pauschalaussage, die laut Mitteilung der Gruppe nicht zufriedenstellen könne. „In den 1970ern wurden aus städtebaulicher Sicht auch so einige Bausünden begangen. Und wie die Diskussionen um den Untervogtplatz zeigen, betrifft das unter anderem auch unser Rathaus“, heißt es darin im Wortlaut.

Stattdessen biete die zweite Variante mit einem nach hinten versetzten Baukörper deutlich mehr gestalterische Freiheit, ist man innerhalb der Gruppe überzeugt. So könne der zwischen Bremer Straße und Mühlenstraße vorgelagerte Parkplatz als Pendant zum „Nöteleck“ gestaltet werden. Ralf Münkel: „Beispiele baulicher Gesamtplanungen finden wir in Scheeßel bei der Entwicklung von Sichtachsen über Marktquartier und Untervogtplatz hin zu Kirche. Ein Konzept, das von vielen als geniale Idee gefeiert wird, verliert nun ohne Not schon wieder seine Berechtigung.“

Ein sauberer Abschluss zum Obstgarten des Vogteiparks, das Einfügen des Baukörpers in die landschaftlichen Gegebenheiten und ein Lärm- und Sichtschutz zur Anlieferungszone seien weitere Vorteile, die Münkel und seine politischen Mitstreiter in Variante 1 nicht erkannt haben wollen. So könne diese – die Gruppe spricht aufgrund des Rückwandcharakters zur Straßenfront von einem „toten Baukörper“ – weder zu einer Belebung der Bereiche anliegender und dem geplanten Markt zugewandter Geschäfte beitragen, noch zu der angestrebten Stärkung des Kernortes führen. Im Gegenteil seien die Nachteile laut Münkel mit einer der Mühlenstraße zugewandten Anlieferungszone und einem nicht einsehbarer Parkplatz, der kaum eine darüber hinaus gehende Nutzungsmöglichkeit anbietet, keineswegs zu übersehen.

Ob und inwiefern auch die Bürger das so sehen, wird sich spätestens am 17. März zeigen. Dann wollen sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses erneut dem Thema annehmen – unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Bürgerbefragung.

lw

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