Drei Vorstandsmitglieder hängen ihre Ämter an den Nagel

Die „Anpacker“ aus dem Seniorenbeirat packen ein

Vor der Neuwahl hieß es Abschied nehmen: Reinhard Knipp (v.l.), Margret Harmsen und Peter Bitomsky traten für den Seniorenbeirat nicht wieder an. Blumen gab‘s von Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele. - Foto: Warnecke

Scheeßel - Sie weiß den neuen Seniorenbeirat der Gemeinde Scheeßel in guten Händen: Margret Harmsen. Drei Jahre lang lenkte sie als Vorsitzende die Geschicke des Gremiums – nachdem ihre Vorgängerin Margret Wenz 2013 überraschend ihren Rücktritt verkündet hatte. Im Vorstand selbst war sie seit 2008 aktiv. Die konstituierende Sitzung am Mittwochnachmittag, sie war auch ihre letzte. Harmsen hört auf. Aus gesundheitlichen Gründen, wie sie zu verstehen gibt. Missen wolle sie die Zeit nicht. „Es war eine interessante Erfahrung, der Arbeitseinsatz hielt sich in zumutbaren Grenzen.“

Von Anfang an war Harmsen im Beirat aktiv. Zunächst als stellvertretende Schriftführerin, später als Vize-Vorsitzende. Als vor drei Jahren einige Mitglieder aus Altersgründen ausschieden, packte die Scheeßelerin an, sorgte für personellen Ersatz – und stellte so letzlich den Fortbestand des Gremiums sicher.

Mit zahlreichen Projekten habe man sich im Laufe der Jahre beschäftigt, bilanzierte sie in ihrer Abschiedsrede. Angefangen von PC-Schulungen für die ältere Generation über Senioren-Sprechstunden bis hin zu Infobesuchen in den örtlichen Heimen. Vieles, wie die Einrichtung einer Tagespflegestätte, der Bau eines Fußweges am Leehopweg und die Installation von Notfallpunkten sei erfolgreich mit angestoßen worden, so Harmsen. Andere Projekte, darunter die Verbesserung der Verkehrssituation in der Peterstraße, seien gescheitert oder würden – wie im Fall einer naturnahen Begräbnisstätte für Scheeßel – immer noch auf ihre Realisierung warten.

Was ihr persönlich immer missfallen habe: „Bis auf eine einzige Ausnahme hatten wir bislang kein einziges Mitglied aus den Ortschaften in unserer Reihe.“ Das sei nun anders. Auch habe sie es vermisst, „dass nur sehr wenige Senioren von außen etwas an uns herangetragen haben“. Dafür sei der Beirat selbst umso aufmerksamer gewesen.

Als „echte Anpackerin“ habe auch Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele die Seniorin erlebt. Immer dann, wenn der Beirat Auflösungserscheinungen gezeigt habe, sei Harmsen in die Bresche gesprungen. „Ihr war stets der Fortbestand wichtig, dafür möchte ich mich bedanken.“

Es war nicht der einzige Blumenstrauß, der an diesem Nachmittag den Besitzer wechselte. Denn mit Reinhard Knipp und Peter Bitomsky wird der Beirat in Zukunft auf zwei Altvordere aus der Vorstandsriege verzichten müssen. Ersterer war seit 2006 Mitglied, nachdem ihn der Awo-Ortsverband für das Gremium nominiert hatte – anfangs als stellvertretender Schriftführer, zuletzt als Kassenwart. Bitomsky gilt als Wegbegründer der insgesamt zwölf Seniorenbeiräte im Landkreis. „Noch so ein Anpacker“, bemerkte Dittmer-Scheele in ihrer Laudatio. Er habe stets einen hohen Anspruch an seine Arbeit gehabt. 

lw

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