„Das Tister Bauernmoor“: Autor Hans-Günther Beuck über sein jüngst erschienenes Machwerk

„Andere Jahreszeiten hervorgehoben“

Autor Hans-Günther Beuck ist mit dem bisherigen Erfolg des Taschenbuchs „Das Tister Bauernmoor“ sehr zufrieden. - Foto: Bonath

Helvesiek/Tiste - Wenn es um das „Tister Bauernmoor“ geht, macht Hans-Günther Beuck niemand so schnell etwas vor. Kaum ein anderer kennt die Natur, Geschichte und Kultur des renaturierten Hochmoores zwischen Stemmen und Tiste so gut, wie der Pensionär aus Helvesiek. Fachwissen, aber auch Anekdoten, die er gemeinsam mit einem Redaktionsteam zu Papier gebracht hat: „Das Tister Bauernmoor“ – so der schlichte Titel eines vom Moorbahnverein Burgsittensen herausgegebenen Taschenbuches, das seit einigen Tagen im Handel erhältlich ist. Wir sprachen mit dem 75-Jährigen über die Faszination Bauernmoor.

Herr Beuck, was reizt Sie an der Natur, was zieht Sie besonders in das Tister Bauernmoor?

Hans-Günther Beuck: Ich bin sechs Jahre Jäger im Tister Bauernmoor gewesen und habe im Auftrag des Landkreises Rotenburg das Revier im Naturschutzgebiet betreut. In dieser Zeit war ich wöchentlich mindestens einmal im Moor. Der jagdliche Erfolg war gering, aber die schönen Stunden dort draußen sind eine wunderbare Erinnerung.

Wie kam es zu der Idee, den Besuchern des Tister Bauernmoores „gebündeltes Wissen“ an die Hand zu geben?

Beuck: Auf die Idee hat mich eigentlich Jürgen Cassier gebracht, der ehemalige Leiter der Naturschutzbehörde des Landkreises. Ganze vier Jahre lang habe ich alles gesammelt, was ich bekommen konnte. Ich habe Zeitzeugen befragt, Zeitungsberichte gesammelt, Kontakte zu Fachleuten aufgenommen, Fotos gemacht und in Bibliotheken recherchiert.

Sie haben bei den monate- langen Vorbereitungen eng mit einem Redaktionsteam zusammengearbeitet. Was stand dabei im Vordergrund?

Beuck: Wichtig für mich waren die Absprachen mit den anderen über Inhalte, Gestaltung und sprachliche Darstellung. Ich schrieb die Texte und legte sie ihnen vor. Das Team war mir eine sehr wertvolle Hilfe. Mit der Zeit haben sich daraus echte Freundschaften entwickelt.

Neben dem wichtigsten Teil, der Natur, sind Wissenschaft, Kultur und der Torfabbau Themen des Taschenbuchs. Gehört das Tister Bauernmoor zu den einmaligen Bereichen im Kreis Rotenburg, die durch den Naturschutz für künftige Generationen gerettet wurden?

Beuck: Es gibt noch zwei andere bedeutende Moore: Das Huvenshopsmoor sowie das Große und Weiße Moor am Bullensee. Vielleicht finden sich auch hierfür mal begeisterte Naturfreunde, die darüber schreiben und die Bedeutung der Hochmoore als Reste einer Urlandschaft würdigen.

Das Bauernmoor ist in relativ wenigen Jahren für Nord-deutschland und Menschen darüber hinaus zu so etwas wie ein Magnet geworden. Kann es auch ein Zuviel an Naturfreunden geben, das stille Erleben der Natur dadurch gestört werden?

Beuck: Im Tister Bauermoor häufen sich die Besucherzahlen enorm während des Kranichzuges von Oktober bis November. Mein Ziel ist es, dass die Besucher sich besser übers Jahr verteilen. Daher habe ich die anderen Jahreszeiten besonders hervorgehoben.

Wie heißt Ihr ganz großer Wunsch für die Natur, für die Tier- und Pflanzenwelt?

Beuck: Freude an der Natur erleben.

Das 156-seitige Taschenbuch „Das Tister Bauernmoor“, geschrieben von Hans-Günther Beuck, kostet fünf Euro. Es wird unter anderem im Moorbahncafé in Tiste vertrieben. Außerdem sind auf der Webseite des Vereins www.moorbahn.de die Versand- bedingungen veröffentlicht. Im Elbe-Weser-Dreieck gibt es kein vergleichbares Werk über ein geschütztes Moor.

Von Wieland Bonath

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