Gemeinde lässt ihre Feuerwehrhäuser auf den neuesten Stand bringen / Erste Bauarbeiten haben begonnen

„Alles greift ineinander über“

Seit Mitte Juni tut sich etwas hinter dem Jeersdorfer Feuerwehrhaus. Die Wache erhält einen Anbau, in dem Umkleideräume und sanitäre Anlagen untergebracht sein werden. - Fotos: Warnecke

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Der Fahrplan steht, die ersten baulichen Veränderungen sind schon sichtbar: Innerhalb der nächsten zehn Jahre will die Gemeinde kräftig in das Gros ihrer zwölf Feuerwehrhäuser investieren. Den Anfang machen Jeersdorf, Westeresch und Wittkopsbostel. Seit Mitte Juni wird in den Ortschaften an die teils 40 Jahre alten Gebäude angebaut.

Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) bringt es auf den Punkt: „Was vor zehn, 15 Jahren noch den rechtlichen Vorgaben entsprach, kann heute schon längst wieder überholt sein.“ So sei auch bei einer Begehung der Feuerwehrunfallkasse durch die gemeindlichen Wachen festgestellt worden, dass bei Weitem nicht alles mehr den heutigen Standards im Brandschutzwesen entspricht. Das war vor drei Jahren.

Inzwischen liegt der Gemeinde ein gemeinsam mit dem Landkreis und dem Scheeßeler Feuerwehrkommando erarbeiteter Auftrag vor, wonach sie bis zum Jahr 2026 die Häuser quasi nachrüsten oder gar neu bauen lässt. Die Politik hat den rund 3,9 Millionen Euro teuren Zehnjahresinvestitionsplan bereits abgenickt.

Wobei es bei der geforderten Nachbesserung in der Hauptsache geht, seien sowohl die sanitären Anlagen, als auch die Umkleideräume, erläutert Frank Thies vom Fachbereich Ordnung und Soziales. „Die Feuerwehleute müssen sich im Haus umziehen können und die kontaminierte Kleidung auch dort lassen, damit keine Vermischung mit dem Privaten passiert.“ Nicht zuletzt daher seien die Anbauten – wie sie gerade in Jeersdorf, Westeresch und Wittkopsbostel nach und nach hochgezogen werden – erforderlich.

Andernorts, wie in Ostervesede und Westerholz, sei der bisherige Standort ausschlaggebend: Thies: „Die Häuser befinden sich an beengter Stelle und sind mit den heutigen Fahrzeugen nur schwerlich passierbar.“ Und auch die Stellplätze selbst böten mittlerweile kaum noch Platz für die immer größer werdenden Einsatzfahrzeuge. „So kommen wir nicht umher, für einige Häuser neue Standorte zu finden“, sagt er.

Zwei Ortswehren unter einem Dach

Einen ersten Vorstoß in dieser Sache gibt es bereits für die Ortswehren in Wohlsdorf und Bartelsdorf: Boten die einzelnen Wachen zuletzt viel zu wenig Platz, werden sich die Kameraden künftig einen geräumigen Neubau an der K 211 teilen. „Den Grunderwerb dafür haben wir schon getätigt, nun stellen wir einen Flächennutzungs- und einen Bebauungsplan auf“, gibt die Bürgermeisterin Auskunft. Ein Projekt, dass im Übrigen ganz oben auf der Prioritätenliste stünde, „aber eben auch seine Zeit braucht“.

Daher ist es auch kein Zufall, dass die Gemeinde, die eng mit einer Architektin aus Wittkopsbostel zusammenarbeitet, sich zunächst den leichter zu händelnden Bestandbauten annimmt. Bis Anfang kommenden Jahres, gibt Thies den zeitlichen Rahmen vor, sollte für die Erweiterungen der Feuerwehrhäuser in Jeersdorf, Westeresch und in Wittkopsbostel ein Schlussstrich gezogen werden können. „Danach wird weiter abgearbeitet, alles greift ineinander über.“

Was die Finanzierung betrifft, sei diese bis 2021 im auf fünf Jahre ausgelegten Finanzplan der Gemeinde festgeschrieben, ergänzt Dittmer-Scheele. „Wir werden uns aber jedes Jahr bei den Haushaltsberatungen neu dazu besprechen müssen. “

Mehr zum Thema:

Van der Bellen gewinnt Präsidentschaftswahl in Österreich

Van der Bellen gewinnt Präsidentschaftswahl in Österreich

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Tödliche Schüsse auf Lokalpolitikerin und zwei Journalistinnen

Tödliche Schüsse auf Lokalpolitikerin und zwei Journalistinnen

Weihnachtliche Kulturtage in Syke

Weihnachtliche Kulturtage in Syke

Meistgelesene Artikel

Zwei Unfälle auf der A1 - Vollsperrung Richtung Bremen

Zwei Unfälle auf der A1 - Vollsperrung Richtung Bremen

Diskussion im Rathaus über Umbenennung der Lent-Kaserne

Diskussion im Rathaus über Umbenennung der Lent-Kaserne

Kreisumlage wieder im Fokus: Zurück auf 49 – mindestens

Kreisumlage wieder im Fokus: Zurück auf 49 – mindestens

Kommentare