Verwaltungsausschuss spricht sich gegen Fällen aus

Ahe-Sportplatz: Die Bäume bleiben

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Viel Diskussionen gab es um die Baumreihe auf dem Ahe-Sportplatz. Nun steht fest: Sie bleibt.

Rotenburg - Sieben Linden, drei Eichen und zwei Birken auf dem Ahe-Sportplatz: Sie bleiben.

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Rotenburg hat am Donnerstag beschlossen, dass die Baumreihe zwischen dem Grandplatz und Platz vier auf dem Ahe-Sportplatz nicht gefällt wird. Mehrere Vereine hatten das gefordert, um mehr Platz für den Trainingsbetrieb zu haben. Das hat die Stadtpolitik nun abgelehnt, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Der JFV Rotenburg, die Footballer der Cyclones und der Rotenburger SV hatten sich gemeinsam positioniert. Sie bemängelten, dass sie aufgrund erhöhter Spielerzahlen zusätzlichen Raum benötigen, damit ein effektiveres Training auf der Sportanlage möglich wird. Dazu sollten als Übergangsmaßnahme bis zur Schaffung neuer Trainingsflächen die dort zwischen den Trainingsflächen vorhandenen von 36- bis über 50 Jahre alten Bäume entfernt werden. Eine solche Maßnahme hätte einen Kostenaufwand für Entfernung und Ausgleichsmaßnahmen in Höhe von 45.000 bis 60.000 Euro bedeutet, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus.

Schatten und Lärmschutz

Die Verwaltungsausschussmitglieder forderten demnach in ihrem Beschluss die Sportvereine ergänzend auf, den Bedarf und die Nutzungsfrequenz bis zum Ende des Jahres 2016 schriftlich darzulegen und den Mehrbedarf nachhaltig zu begründen, damit man für die Folgejahre entscheiden könne, ob dieser Bedarf anerkannt und gegebenenfalls in einen Realisierungsvorschlag münden könne. Die auf dem Sportplatz vorhandenen Bäume hätten aber einen hohen ökologischen Wert, spenden nicht nur saubere Luft sondern auch Schatten, was insbesondere bei den Trainings- und Spielzeiten im Sommer für ein gesünderes Klima auf dem großen Platz sorgt. Auch die lärmschützende Wirkung für die in der Nachbarschaft wohnenden Anlieger wurde dabei betont.

Bürgermeister Andreas Weber (SPD) zeigte sich erleichtert über den Beschluss: „Ich freue mich über den Zulauf insbesondere von Jugendlichen in den Vereinen und die professionell geleistete Trainingsarbeit. Ich freue mich aber auch über die gezeigte Vernunft aller Mitglieder im Verwaltungsausschuss, dass wir ein gutes Ergebnis erreichen konnten und über unsere Entscheidung, die Bäume zu erhalten, kein Streit in der Stadt mehr herrschen muss. Dankbar bin ich auch der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine, die ebenso für den Erhalt der Bäume votiert hat. Wenn der zusätzliche Bedarf der Vereine langfristig nachgewiesen werden kann, werden wir auch geeignete Erweiterungsmöglichkeiten diskutieren.“

Im Gespräch ist seit Jahren die Umwandlung des Grandplatzes in einen Kunstrasenplatz, doch der Stadt fehlt dazu das Geld. Der viele Jahre alte Antrag wird in den Haushaltsplanungen stets weiter nach hinten geschoben. Erweiterungen im vorderen Bereich der Anlage sind zudem schwierig, weil sie Eigentum der Bahn sind. 

mk

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