Schwarzpulverschützen begehen 40. Jahrestag

Zwei Eimer Blei zum Geburtstag

Die Rotenburger Schwarzpulverschützen feiern ihren 40. Geburtstag. - Foto: Bonath

Rotenburg - Um 11.36 Uhr ein dumpfer Knall in der Schießsportanlage am Alsdorfer Forst: Olaf Rautenberg, Präsident des Kreisschützenverbandes, hat den ersten Schuss aus dem historischen Vorderlader Tyron Rifle, Kaliber 45, auf die Scheibe abgegeben. Als der Schwarzpulverrauch verflogen ist, ein Blick auf die zurückgefahrene Scheibe: Ein gelungener Auftakt!

Der Schießsportverein Rotenburg, die Schwarzpulverschützen, hatten zum 40-jährigen Bestehen eingeladen. Die Liebe und Leidenschaft für die historischen Waffen waren maßgebend für die Gründung durch Rotenburger Heeresflieger – damals noch mit Zündschnur, Pulver und Blei in der Lent-Kaserne und mit Gronemeyer an der Spitze.

Vier Dekaden später: Die Schwarzpulverschützen sind längst in ihr Domizil am Ahlsdorfer Forst am „anderen Ende“ Rotenburgs umgezogen und teilen sich die Anlage mit der Jägerschaft und den Rotenburger Schützen. Eine Gelegenheit, um im Kreise zahlreicher Freunde und Gäste vier Jahrzehnte vorüberziehen zu lassen. 40 Jahre – darauf legte der neue Vorsitzende Stefan Marczak besonderen Wert – seien unfallfrei geblieben, und zwar aufgrund des sachgemäßen Umgangs mit den historischen Waffen. Sein Vorgänger und Vereinsgründer Hans-Dieter Gronemeyer „blätterte“ in der Vereinsgeschichte und erinnerte an die Vereinsgründung am 21. Januar 1976. Fünf Soldaten und zwei Ehefrauen hätten damals den Verein ins Leben gerufen, er selbst sei Vorsitzender, seine Frau Helga Kassenwartin geworden. Von den sieben Gründungsmitgliedern seien noch drei aktiv: Walter Morgner, seine Frau Helga und er selbst, inzwischen als Ehrenvorsitzender.

Der pensionierte Heeresflieger-Hauptmann Gronemeyer: „Wir freuen uns, dass mit Stefan Marczak die Vereinsführung in jüngere Hände übergegangen ist.“ An der Seite des 51-Jährigen steht dessen Frau Geertje Marczak-van der Veen als neue Kassenwartin.

Unter den Gratulanten waren noch Kommandeur Hans-Hinrich Bruns und Quartiermeister Dirk Schenckenberg vom Rotenburger Schützenkorps, die ein besonderes Geschenk mitgebracht hatten: zwei schwere Eimer mit Blei, das von den Rotenburger Schwarzpulverschützen zu Kugeln für die Vorderlader gegossen wird. Kugeln, die in zehn Jahren beim 50-jährigen Jubiläum des Schießsportvereins längst durch die Läufe der historischen Waffen geschossen sein werden.

Die Ehrenscheibe zum 40. nahm Ronald Fitschen aus der Hand von Stefan Marczak entgegen. Die beiden Pokale gewannen Felix Kaiser und Hartwig Schmidt. - bn

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