„mittendabei“-Stiftung der Rotenburger Werke informiert

„Wir schenken Augenblicke“

Die Vorsitzende Jutta Wendland-Park erklärte, warum der Schmetterling mit dem Lebenfonds der Stiftung verknüpft wurde.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Der 14-jährige Steven ist Autist. Nach dem Tod seines Vaters ist er in eine schwere Krise geraten. Damit die ursprünglich sehr gute Entwicklung dieses jungen Menschen fortgesetzt werden kann, ist aus Mitteln der Stiftung der Rotenburger Werke „mittendabei“ – über die professionelle Hilfe hinaus – eine weitergehende Betreuung finanziert worden. Es ist eins von vielen Schicksalen behinderter Menschen, denen in diesem Jahr durch die Stiftung geholfen werden konnte, so die Vorsitzende Jutta Wendland-Park.

So erfuhren die rund 50 geladenen Gäste des Stiftungsabends in den Räumlichkeiten der „Bildnerischen Werkstatt“ an der Lindenstraße von der Leiterin der Stiftungsarbeit, Silke Sackmann, Details über Hilfsprojekte der Organisation. „Wir möchten Steven wieder Mut machen und verloren gegangenes Vertrauen wieder aufbauen“, erklärte Sackmann. Gemeinsam mit dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Rotenburger Werke, Rüdiger Wollschläger, zeigte sie Fotos von kleinen Ausflügen oder auch Spielenachmittagen mit dem jungen Steven.

Durch die Unterstützung der Stiftung konnte zudem ein Werke-Team an den Special Olympics in Hannover teilnehmen. Stolz präsentierte die Behinderte Denise Wiedenstreid drei gewonnene Medaillen. Dass die Unterstützung von Menschen mit Handycap Früchte trägt, zeigte auch Janine Arzenheimer. Sie ist in der künstlerischen Werkstatt kreativ tätig und präsentierte Teile ihres Schaffens. Auch der Pastor der Rotenburger Werke, Peter Handrich, hat eine finanzielle Spritze erhalten. Er stellte sein neues Instrument vor: Eine Drehorgel, an der er seine Andachten in Zukunft begleiten wird.

Menschen mit Behinderung „Momente der Unbeschwertheit und Leichtigkeit“ zu ermöglichen

Im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit stehe der Wunsch, Menschen mit Behinderung „Momente der Unbeschwertheit und Leichtigkeit“ zu ermöglichen. Das hat die „mittendabei“-Vorsitzende, Jutta Wendland-Park, zuvor während ihrer Begrüßungsrede erklärt. Das Symbol der Stiftung – ein Schmetterling – verkörpere bei seinem unbeschwerten Flug diese Freiheit und Schwerelosigkeit. Anders scheine es bei den Behinderten zu sein, die in den Werken leben, Die Schwere der Beeinträchtigung schränke ihre Freiheit ein, über den eigenen Weg selbstbestimmend zu entscheiden. Das Gefühl von Leichtigkeit wolle sich bei den körperlichen Leiden nur selten einstellen.

Stiftungsabend der Rotenburger Werke

Dennoch wollen auch diese behinderten Menschen ihre Fähigkeiten entwickeln können und nicht darauf reduziert werden, was sie nicht können, sondern mit dem gesehen werden, was sie an Fähigkeiten haben. „Viele träumen von einer Verwandlung, so wie die Raupe zum Schmetterling wird.“ Die Stiftung leiste eine kleinen Beitrag zu diesen Träumen. „Wir schenken Augenblicke, in denen Unbeschwertheit und Freiheit erfahren werden.“

Bettina Jorgensen (Gesang) und Uli Löh (Klavier) sorgten für eine niveauvolle Umrahmung des Abends.

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